Madame Cleo und das große kleine Glück

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • München: HarperCollins, 2017, Seiten: 304, Originalsprache

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Monika Wenger

Buch-Rezension von Monika Wenger Okt 2018

«Madame Cléo und das kleine grosse Glück» ist ein Märchen für Erwachsene. Ganz viel Humor und Augenzwinkern, sehr viel Menschlichkeit und Liebe und noch viel mehr Glück verströmt der Roman. Er erschliesst Einblicke in die Grossstadt Berlin, lässt die Modewelt um Coco Chanel wiederaufleben und lässt vom Guten im Menschen träumen. Leicht und spritzig geschrieben, nicht immer ganz ernst zu nehmen, sorgt die Geschichte für ein Lächeln und heitere Lesestunden.

Madame Cléo ist eine Grande Dame. Früher hat sie für Coco Chanel gearbeitet und war ein erfolgreiches, schönes Mannequin. Heute lebt sie in Berlin in einem sanierungsbedürftigen Wohnhaus und hält sich als Französisch-Lehrerin so gut es geht über Wasser. Als eine Mietpreiserhöhung angekündigt wird, weiss sie erst gar nicht, wie sie diese zusätzlichen Ausgaben bestreiten soll. Ihre finanziellen Mittel sind wirklich sehr eingeschränkt. Doch dann hat sie eine Idee und diese bringt ihr das kleine grosse Glück und viel menschliche Nähe inklusive Abenteuer.

Die Erhöhung des Mietzinses stellt Madame Cléo vor ein riesiges Problem. Sie möchte ihre Wohnung nicht aufgeben. Der Gemüsehändler, welcher ihr immer die besten und schönsten Produkte anbietet. Der Metzger, er weiss genau, was Cléo gerne mag. Alles so vertraut. Über viele Jahre entstanden. Ihr Kummer ist riesengroß. Doch da kommt ihr die zündende Idee: ein Untermieter. Das ist die Lösung.

Auf ihr Inserat hin meldet sich unter anderem der Italiener Adamo. Seine Frau ist vor kurzem gestorben und er braucht für eine Übergangszeit für sich und seine Tochter Mimi eine günstige Bleibe. Für Cléo ist dies die ersehnte Wendung. Es entwickelt sich erst eine tiefe Verbundenheit zwischen Madame und Mimi. Das kleine Mädchen trauert noch sehr um seine Mutter und geniesst ihr neues Zuhause und die neue Geborgenheit sehr. Und auch Adamo geniesst es, wenn er in der kleinen Wohnung kochen und alle verwöhnen darf. Adamo arbeitet bei seinem Cousin und ist Madame Cléo dankbar, dass sie sich um Mimi kümmert.

Eines Tages findet Mimi im Park einen Rucksack mit 250'000 Euros. Im Blick die sich anbahnende Mietpreiserhöhung und Adamos Traum von einer eigenen Trattoria stellt sich der kleinen Wohngemeinschaft die Frage, ob sie den Fund der Polizei melden oder ob sie das Geld behalten wollen. Vor allem Adamo kämpft mit seinem Gewissen. Schlussendlich finden sie eine einvernehmliche Lösung. Es gelingt ihnen auf bezaubernde Art und Weise, das gefundene Geld angemessen zu verwenden.

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