Frida Kahlo. Eine Biographie

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Insel Verlag, 2018, Titel: 'Frida Kahlo. Una biografía', Seiten: 143, Übersetzt: Svenja Becker
  • Buenos Aires: Editorial Lumen, 2016, Originalsprache

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Sebastian Riemann
Frida erleben

Buch-Rezension von Sebastian Riemann Aug 2018

Emanzipiert, verrückt, traurig, verspielt, bunt, tragisch, ungewöhnlich, talentiert, unglücklich, geliebt und betrogen – man könnte die Liste ewig fortführen und würde die vielfältige Persönlichkeit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo doch nicht vollständig zu greifen bekommen. Sie war einzigartig, begeisterte durch ihr Auftreten und ihr Werk gleichermaßen. Damals wie heute hat sie viele Anhänger und stellt mitunter ihren Mann Diego Rivera, einen der drei großen Maler Mexikos, in den Schatten. Ihre Bilder zeigen Schmerz und Schönheit, Einsamkeit und Liebe, Exotik und den stetig präsenten Tod. Und immer wieder ihre Selbstporträts, in denen sie ihr Innenleben kraftvoll und virtuos hinaus in die Welt trägt. Durch ihre Kunst kann man den Schmerz einer verletzten Wirbelsäule, aber auch die Vertraulichkeit zu einem kleinen Äffchen verstehen.

Es wurden schon viele Bücher über das Leben und Wirken Frida Kahlos geschrieben, auch Dokumentationen und ein guter Film mit der bezaubernden Salma Hayek gedreht. Der vorliegende Band unterscheidet sich jedoch von ihnen, er versucht einen neuen, leichten und unterhaltsamen Blick auf die Ausnahmekünstlerin zu werfen. Es geht ihm nicht um Faktenfülle und lückenlose Darstellung der bereits bekannten Einzelheiten aus dem Leben Fridas. Es wird vielmehr versucht, den Leser in die subjektive Erlebniswelt eintauchen zu lassen und ihm einen lebendigen Eindruck zu vermitteln. Dazu bedient sich die Autorin María Hesse ihrer eigenen künstlerischen Begabung und den Niederschriften Frida Kahlos, aus denen zitiert und ergänzt wird. Das Resultat ist ein reich bebildertes Buch, in dem María Hesse die bekannten Werke Fridas in zeitgenössischem Stil wiederbelebt und sie mit dem autobiografisch verfassten Text zusammenbringt. Die Werke Frida Kahlos werden dadurch noch persönlicher und verständlicher, Leben und Werk verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen.

„Ich begann fast beiläufig mit dem Malen. Mir schien es nur natürlich, dass ich malte, was für mich unerreichbar geworden war.“

Jedem Kapitel wird ein bekanntes Bild Fridas vorangestellt, welches die Stimmung des zu beschreibenden Lebensabschnitts wiedergibt. Auf diese Art wird der Leser auf das Kommende eingestimmt und kann die Bilder mit der Biografie in Verbindung setzen. So begrüßt das Mädchen mit Totenmaske den Leser im ersten Teil der Kindheit Fridas und wartet auf Spielgenossen, Die zwei Fridas zeigen ihre Herzen vor düsterer Kulisse und bereiten auf die schmerzvolle Zeit der Trennung von Diego Rivera vor, und Der verletzte Hirsch zeigt die vielen Pfeile in seinem Körper vor, da Frida viele operative Eingriffe in ihren von Schmerzen geplagten Rücken bevorstehen.

Leicht und gefühlvoll führt María Hesse durch das Leben Frida Kahlos, zeigt den Schmerz in all seinen Varianten auf, da die junge Frida in einen grauenhaften Unfall verwickelt war und beinahe ihr Leben verloren hätte, da ihre Liebe zu Diego Rivera auf bittere Proben gestellt wurde. Aber auch die freudigen Momente fehlen nicht im Buch. Fridas Liebschaften mit anderen Künstler und dem Verfechter der permanenten sozialistischen Revolution Leo Trotzki, sowie ihr künstlerischer Erfolg geben dem Buch den nötigen Optimismus.

Aufgrund der besonderen Zusammenführung von Bild und Text vermag das Buch die Tragik Fridas, aber auch ihren bewundernswerten Lebenswillen zu vermitteln. Man leidet mit ihr und verehrt sie für ihre Kraft und Virtuosität.

„Herr Doktor, wenn Sie mir diesen Tequila gestatten, dann bleibe ich auf meiner Beerdigung nüchtern, versprochen.“

Auf Frida Kahlo und María Hesse.

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