Das Haus, das in den Wellen verschwand

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • London: HarperCollins, 2015, Titel: 'The Blue', Originalsprache
  • Berlin: audio media, 2016, Seiten: 6, Übersetzt: Ilena Gwisdalla, Bemerkung: gekürzte Ausgabe

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Kathrin Plett
Eine Reise, die das Leben verändert

Buch-Rezension von Kathrin Plett Sep 2016

Um die Welt reisen, neue Kontinente und Länder kennenlernen und fremden Kulturen begegnen, all dies gehört dazu, wenn man sich aufmacht, die Heimat verlässt um seinen Horizont zu erweitern. Um überhaupt erst aufzubrechen gibt es viele Gründe. Die einen sind neugierig, wollen sehen, was die Welt noch zu bieten hat. Andere suchen das Abenteuer, wollen sich ausprobieren und ganz neu erleben und wieder andere einfach mal raus aus dem Alltag, abschalten und die Seele baumeln lassen. Ein weiterer Grund könnte sein, ein neues Leben beginnen zu wollen. Alles Alte hinter sich zu lassen, eventuellen Schrecken oder Familienfehden zu entfliehen und noch einmal neu anzufangen. Genau so geht es Lana, die bitter von ihrem Vater enttäuscht nur noch raus aus ihrer kleinen Heimatstadt möchte um zu vergessen, was sie dort kurz zuvor erfahren hat...

Lana hat das Gefühl, ihr ganzes bisheriges Leben fällt auseinander. Alles, was sie bisher geglaubt hat, stellt sich als Lügen heraus. Weil sie die Enge ihres Elternhauses, die Nähe zu ihrem Vater, der für die ganzen Enttäuschungen verantwortlich ist, nicht mehr ertragen kann, beschließt sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Kitty, die für sie der wichtigste Mensch ist, eine Weltreise zu machen. Als sie nach kurzer Reise in den Philippinen auf eine Yacht namens "Blue" samt Crewmitgliedern stoßen, ist beiden sofort klar, dass sie sich unbedingt dieser Gruppe von Globetrottern anschließen wollen. Gemeinsam wollen sie nach Neuseeland segeln und das Leben genießen. Eine traumhafte Zeit beginnt. Doch schon nach kurzer Zeit wird Lana klar, so harmonisch, wie es zunächst den Anschein hatte, läuft es unter den Crewmitgliedern nicht. Jeder der sieben hütet ein dunkles Geheimnis. Auch zwischen ihr und Kitty beginnt es zu kriseln, denn Kitty scheint etwas vor ihr zu verbergen. Der Sog des Misstrauens greift um sich und droht die "Blue" und alles, was Lana wichtig geworden ist, zu zerstören. Als dann auch noch ein tragisches Unglück geschieht, zerbricht die Crew endgültig...

Mit ihrem neuesten Roman bleibt Lucy Clarke ihrer Linie treu. Nachdem ihre vorherigen Romane auf Bali und Australien spielten, nimmt sie ihre Leser wieder mit auf Reisen. Auch dieses Mal geht es Richtung Indonesien/Australien und zwar zunächst zu den Philippinen, bevor es weiter nach Neuseeland geht. Ihre Vorliebe für das Reisen und ferne exotische Länder lässt sie offenbar gerne in ihre Werke einfließen, was sich auch in den detailreichen Beschreibungen der Landschaften erkennen lässt. Im Mittelpunkt von Das Haus, das in den Wellen verschwand steht Lana, eine junge Frau, die auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit ist und mit ihrer Freundin Kitty auf eine Segelyacht gelangt. Das die Stimmung unter der Mannschaft nicht so freundschaftlich ist, wie es den Anschein hat, merkt Lana schnell, jedoch erst, als ihre Beziehungen zu den einzelnen Crewmitgliedern viel zu eng geworden ist, als dass sie noch unbeschadet aus diesen Verflechtungen hinauskommen könnte.

Ähnlich wie in ihrem Roman Der Sommer, in dem es zu schneien begann hat Lucy Clarke keinen einfachen Liebesroman verfasst, sondern eine Geschichte geschrieben, die voller dunkler Geheimnisse und Andeutungen steckt. Abwechselnd lässt sie Lana über das aktuelle Geschehen und in Rückblicken über die Ereignisse auf der "Blue" berichten, wobei es ihr gelingt, ihre Kapitel oft genau dann enden zu lassen, wenn es gerade spannend ist und der Leser wissen möchte, wie es weitergeht. Dass es dadurch schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen, liegt dabei auf der Hand. Nach und nach puzzeln sich die beiden Erzählstränge zusammen, bis sie am Ende schließlich zu einem Ganzen werden. Durch interessante Charaktere, einen ungewöhnlichen Handlungsort und ihr Geschick, dem Leser immer nur kleine Häppchen an Informationen zu liefern, ist Lucy Clarke ein lesenswerter Roman gelungen, der auch am Ende noch Überraschungen bereit hält.

Alles in allem ein interessantes Buch, das vor allem durch seine vielen in der Geschichte verborgenen Geheimnisse und seine Erzählstruktur überzeugt. Lucy Clarke ist nicht nur ihrem Stil treu geblieben, sondern hat auch einen würdigen Nachfolger geliefert.

Das Haus, das in den Wellen verschwand

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