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Im Januar 1918, kurz bevor ein Bürgerkrieg Finnland erschüttert, wird Antti Kokkoluoto geboren. Ihm wird bei der Geburt das genaue Todesdatum prophezeit: Am 12. Juli 1990 wird er sterben – keinen Tag früher, keinen Tag später. Und tatsächlich, Antti gerät im Laufe seines Lebens zwar in lebensbedrohliche Situationen, überlebt aber Kanonenhagel und Krankheiten. Als sich sein Todestag schließlich nähert, lädt er zu einem rauschenden Fest ein. Wird ihn ja nichts kosten. Aber er überlebt ...

Heißes Blut, kalte Nerven

Heißes Blut, kalte Nerven

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Letzte Kommentare:
15.03.2020 20:34:07
Igelmanu

»Hanna belächelte den tierischen Ernst ihres Mannes. Sie erklärte, dass Linnea es nicht böse meine und dass sie keineswegs eine primitive Wahrsagerin, sondern eine in jeder Hinsicht vernünftige Frau aus dem Volk sei, die nur zufällig eine besondere Begabung besitze. Tuomas solle doch bitte schön seinen großen Mund halten, wenn die Frauen über Seelisches und über Erscheinungen sprächen, wovon die dickschädeligen Männer absolut nichts begreifen würden.«

Was Tuomas so gar nicht begreifen kann, ist, dass seine sonst so vernünftige Frau der Weissagung von Linnea, ihres Zeichens Hebamme, Wahrsagerin und Fischerin, Glauben schenkt. Es ist Januar 1918, gerade wurde sein jüngster Sohn Antti geboren und dieser wird, allen Kriegsgefahren zum Trotz, laut Linnea ein alter Mann werden und erst im Jahr 1990 sterben, präzise am 12. Juli.

In der Folge kann der Leser Antti durch ein aufregendes Jahrhundert finnischer Geschichte begleiten. Dabei gerät er - ebenfalls im Bewusstsein der überlebenssichernden Prophezeiung – in viele gefährliche Situationen, erlebt Höhen und Tiefen und ist irgendwann auch im Jahr 1990 angekommen…

Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Als alter Paasilinna-Fan musste ich es natürlich lesen, trotzdem hatte mich die Inhaltsangabe zunächst nicht sonderlich gereizt. Nun stelle ich fest, dass die Geschichte Finnlands im 20. Jahrhundert hochinteressant ist und von Paasilinna in gewohnt schwarzhumoriger Art und Weise und in seinem ganz besonderen Stil dargestellt wird. Das Thema „Tod“ bietet sich für schwarzen Humor aber auch bestens an und gestorben wurde zu dieser Zeit bekanntlich reichlich.
»Antti stirbt nicht im Krieg, hab keine Angst. Bei Tuomas bin ich mir nicht ganz sicher und bei den Pferden auch nicht, aber Tuomas ist ja schon recht alt, und Pferde kann man sich jederzeit neu kaufen.«

Auch die Charaktere sind typisch für Paasilinna. Sie haben es meist faustdick hinter den Ohren, viel Gutes in sich, diverse Schwächen und Charakterfehler und sind trotzdem – oder gerade deshalb – so sympathisch. Randnotiz für Fans: Natürlich taucht auch irgendwann Seppo Sorjonen, der menschliche Running Gag, auf. Ich verrate aber natürlich nicht, in welcher Funktion ;-)

Im Vorwort gibt die Übersetzerin übrigens schon mal ein paar Anmerkungen, die den deutschen Leser, der womöglich nicht gut mit der finnischen Geschichte vertraut ist, beim Verständnis unterstützen. Ich fand das sehr hilfreich! Wer sich allerdings überhaupt nicht für Geschichte interessiert und keine Schilderungen von Kriegsaktivitäten lesen mag, findet zu diesem Buch wahrscheinlich nur schlecht Zugang. Auch Leser, die sich mit dem Thema „Tod“ nur ernsthaft befassen möchten oder können, sind hier nicht richtig. Denn auch wenn Paasilinna an der einen oder anderen Stelle gerne mal einen gesellschafts- oder sozialkritischen Seitenhieb landet, ist bei ihm nun mal schwarzer Humor angesagt.

Fazit: Schräg, viel schwarzer Humor und ein interessanter Überblick über ein Jahrhundert finnischer Geschichte.