Der kleine buddhistische Mönch

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Matthes & Seitz, 2015, Seiten: 94, Übersetzt: Klaus Laabs
  • Argentinien: Mansalva, 2006, Titel: 'El pequeño monje budista', Originalsprache

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Sebastian Riemann
Flinke Unterhaltung

Buch-Rezension von Sebastian Riemann Dez 2015

Er ist klein, dieser buddhistische Mönch. Nicht kleiner als ein durchschnittlicher Mann, nicht klein wie ein Kleinwüchsiger, sondern so klein, dass man ohne Probleme auf ihn treten kann, wenn man ihn nicht bemerkt, so klein ist er. Groß ist sein Traum eines Tages ins Ausland zu reisen und die Welt kennenzulernen, sein ganzes Leben träumt er davon, lernt verschiedene Sprachen, um sich auf mögliche Reisen vorzubereiten. Doch fehlt es ihm an Geld und Kontakten, damit sich der Wunsch in Realität verwandelt, und so bleibt er in seinem Leben in Südkorea gefangen. Bis er eines Tages, ganz überraschend, ein Paar aus Frankreich kennenlernt. In seiner Vorstellung ist dies die Möglichkeit, auf die er sein ganzes Leben gewartet hat, er sieht sich schon als Freund und Berater der beiden Franzosen, mit ihnen um die Welt fliegend, ein gutes, interessantes Leben führend.

Als der kleine Mönch auf seinem Weg war, wurde er beinahe von dem Paar zertreten, sie kamen aus einem Hotel, traten auf die Straße ohne den winzigen Mönch zu sehen und wollten sich ein Taxi suchen, als ihnen das Problem der Verständigung bewusst wurde. Sie sprachen kein Koreanisch und mit Französisch würde es schwer werden, sich verständlich zu machen. Die Suche nach einem geeigneten Taxifahrer würde also problematisch werden. Wahrscheinlich konnten sie nicht einmal den Namen ihres Zielortes aussprechen. Der Mönch, kurz zuvor noch den großen Füßen der beiden ausgewichen, bot sich in perfektem Französisch als Hilfe an, zur Überraschung der beiden Franzosen, die weder den Mönch bemerkt, noch damit gerechnet hatten, dass jemand sie plötzlich in ihrer Landessprache anspricht.

Der Traum will nun Wirklichkeit werden, das spürt der kleine Mönch schnell, da er mit seinen neuen Freunden ein Café aufsucht. Die beiden sind beruflich in Korea und nehmen nur allzu gern seine Hilfe in Anspruch. Sie suchen einen Tempel, den sie fotografieren können. Der Mann ist Fotograf der besonderen Art, er macht 360 Grad Aufnahmen von schönen Orten, zum Beispiel den Tanzsälen von Havanna. Auffällig ist bei seinen Fotos die Abwesenheit von Personen, die Räume, die er mit seiner Linse einfängt, sind leer. In Korea möchte er Tempel finden und sie mit seiner Technik aufnehmen, da kommt ihm der Mönch, Experte für die Tempel seines Landes, mehr als gelegen.

 

"Er verlor immer mehr die Achtung vor dem Buddhismus. Anfangs hatte er es nicht glauben wollen, dann aber konnte er nicht länger die Augen vor dem verschließen, was nicht zu übersehen war: Die Mönche hatten nicht anderes im Sinn, als ihm Streiche zu spielen. Sie mussten begriffen haben, dass seine Absicht darin bestand, den Tempelkreis vollkommen leer zu fotografieren, menschenleer, und sie machten ihm einen Strich durch die Rechnung, indem immer wieder jemand an der Kamera vorbeilief."

 

Am Ende wird dann alles auf den Kopf gestellt in diesem kleinen Buch mit seiner schnellen Handlung und vielen Brüchen mit Konventionen. Es ist auf Überraschung angelegt und erreicht sein Ziel ohne Probleme, der Leser staunt nicht schlecht, zumindest zu Beginn der Erzählung, dann aber fragt er sich, ob es nicht des Guten zu viel ist, was sich dort zuträgt, in jener Welt, von der man nicht sagen kann, ob sie fantastisch-unterhaltsam, philosophisch mit Ulk oder übertreiben verspielt ist. Langweilen kann man sich dabei nicht, aber zum Nachdenken regt das Büchlein auch kaum an, da es so schwerelos daherkommt, dass es man nur mit Mühe greifen kann.

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