Mein Leben in Aspik

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Zürich: Secession-Verlag, 2010, Seiten: 264, Originalsprache
  • München: btb, 2012, Seiten: 272, Originalsprache

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Die Großmutter schmiedet Mordpläne und erzählt diese, verpackt als Gute-Nacht-Geschichte, ihrem Enkel. Als der Großvater Jahre später tatsächlich stirbt, erfährt der Enkel, dass der Verstorbene gar nicht sein leiblicher Opa war und dass sein Vater einst seine Mutter mit seiner Großmutter betrog und die Frucht dieser Liaison seine Halbschwester ist, mit der er eine Affäre beginnt, obwohl sie eine Liebschaft zu ihrem eigenen Vater pflegt, was den Enkel wiederum nicht davon abhält, seine Großmutter zu schwängern, die das Kind später als das Kind ihres neuen Liebhabers ausgibt. Alles bleibt in der Familie ...

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Letzte Kommentare:
28.09.2014 12:11:52
young-and-crazy

Oberflächlich betrachtet ist dieses Werk von Uhly ein Schundroman und ich habe diese Aussage mit Bedacht gewählt. Wenn man den Pressestimmen renommierter Magazine glauben möchte, stellt man sich auf einen mit allen Wassern gewaschenen Roman ein und erwartet eine mitreißende Story, authentische Protagonisten und Eloquenz. Dem ist allerdings nicht so. Der Handlungsverlauf ist vergleichbar mit einer alten Zwiebel, wobei man beim Schälen feststellt, dass die Gedanken des Autors eine Mischung aus Trivialität und Ekel beherrschen, die sich von Seite zu Seite fortsetzen. Egal von welchem Standpunkt aus betrachtet, kann Inzest weder etwas moralisch unverwerfliches noch, wie einige behaupten, humorvoll oder ethisch vertretbar sein. Allerdings versucht uns der Autor gerade dies weismachen zu wollen. Mit einer kindlichen Naivität beschreibt Uhly, wie sich die Familienmitglieder untereinander austauschen und befriedigen. Je tiefer man in den Roman hineingeht, desto mehr enthüllen sich die einzelnen Schicksale der Protagonisten und die Verwandtschaftsgrade potenzieren sich.
Was die Leser nicht gleich erahnen können ist, dass Uhly uns täuscht. Er provoziert, testet uns und hinter seiner kindlichen Naivität verbirgt sich ein tieferer Sinn. Das Buch ist wie ein modernes Gemälde in einer Galerie auf dem man eine Zeichnung sieht, die hätte von einem Kind stammen können. Es will aber nicht genau das sagen, was es auf den ersten Blick darstellt. Ein Kind hätte nicht mit absoluter Gewissheit genau diese Farben und genau diese Stilelemente benutzt, um dem Betrachter beispielsweise mitteilen zu können: "Hör mal, dieses schiefe Häuschen hier, mit dem roten Dach und der großen gelben Sonne im Hintergrund, ist das nicht eine friedliche und heile Welt? Ha, Du bist schön dumm, wenn Du das glaubst, schau doch mal ins Fenster hinein!" So verstehe ich den Roman von Steven Uhly.