Mitternachtskinder

Erschienen: Januar 1983

Bibliographische Angaben

  • London: Cape, 1981, Titel: 'Midnight´s children', Seiten: 446, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 1983, Seiten: 612, Übersetzt: Karin Graf
  • München; Zürich: Piper, 1987, Seiten: 612
  • München: Droemer Knaur, 1995, Seiten: 640
  • München: Kindler, 1997, Seiten: 640
  • München: Droemer Knaur, 1998, Seiten: 640
  • München: Droemer Knaur, 1999, Seiten: 640
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 747

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15. August 1947, Mitternacht: Indien wird unabhängig – und zwei Kinder werden geboren, deren Schicksal untrennbar mit dem ihres Landes verbunden ist. Saleem Sinai, Erbe einer reichen muslimischen Familie und Shiva, Sohn besitzloser Hindus. Eine gutmeinende Krankenschwester vertauscht die beiden.

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Letzte Kommentare:
31.03.2015 13:57:11
deathdealer92618

In diesem Buch geht es vornehmlich um den Jungen Saleem Sinai der am 15. August 1947 exakt um Mitternacht geboren wird. Also genau in dem Augenblick als auch das unabhängige Indien "geboren" wird. Salman Rushdie hat somit die jüngere Geschichte Indiens und das Leben Saleems eng miteinander verwoben, so dass man einerseits eine interessantes Buch in den Händen hält und andereseits aber auch noch etwas über die Geschichte Indiens lernt.
Saleem erzählt seine Lebensgeschichte beginnend bei seinem Grossvater 1915. Seine Geschichte hat an den wichtigsten Ereignissen des politischen Indiens Anteil, sei es an dem Blutbad in Amritsar 1919, an den Kriegen zwischen Pakistan und Indien und natürlich findet sich hier auch Indira Gandhi wieder, unter deren Regime Saleem besonders leidet.
Das besondere an diesem Buch ist wohl die Verknüpfung von Mythos und Realität. So findet Saleem zu Beginn seiner Pubertät heraus, dass alle "Mitternachtskinder", also alle Kinder die am Tag der indischen Unabhängigkeit um Mitternacht herum geboren wurden, magische Kräfte besitzen. Er selbst besitzt die herausragendste Fähigkeit, nämlich das Lesen und auch das Vermitteln von Gedanken anderer. Es ermöglicht ihm mit allen Mitternachtskindern in Kontakt zu treten und diesen somit in seinem Kopf eine Art Forum zu bieten. Dies empfindet er als wichtig, da er der Meinung ist, diese Kräfte nutzbringend für Indien einsetzen zu müssen. Doch meistens hat er nur Probleme damit und muss vielerlei Schicksalsschläge einstecken, an denen er desöfteren noch nicht mal ganz unschuldig ist. So entlarvt er einen Ehebruch, der letztendlich mehr als nur ein Todesopfer fordert.
Rushdie fesselt den Leser durch seine bildgewaltige Sprache, man sieht durchlöcherte Laken, vielköpfige Ungeheuer und einfach jeden noch so kleinen Winkel von Indien, Kaschmir, Pakistan. Und alles erzählt mit einem kleinen Augenzwinkern des Autors, fragt man sich als Leser nämlich z.B. warum Saleem eine bestimmte Sache aus den Gedanken erfährt, andere aber nicht, so macht nimmt Rushdie dem Kritiker jegliche Luft aus den Segeln in dem er schreibt: "Es geschah so, weil es so geschah"
Dieses Buch ist für mich aus zweierlei Hinsicht ganz hervorragend: 1. Habe ich viel über Indien gelernt und 2. hat es mich dazu verführt noch mehr über Indien zu lesen. Es ist natürlich nicht ganz einfach zu lesen und jemand der sich wirklich mit Indien und seiner Geschichte, Religion usw auskennt wird diesem Buch selbstverständlich noch mehr abgewinnen können. Aber wenn man sich drauf einlässt und auch kein Problem damit hat den einen oder anderen Begriff aus der indischen Mythologie nachzuschlagen, wird man dieses Buch mögen.

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