Als wir träumten

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Frankfurt: S. Fischer, 2006, Seiten: 517, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 2007, Seiten: 528, Originalsprache

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Sie träumen vom Aufstieg ihrer Fußballmannschaft, von einer richtigen Liebe und davon, dass irgendwo ein besseres Leben wartet. Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, in einem Viertel, dessen Mittelpunkt die Brauerei ist. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie randalieren, sie fliehen vor den Glatzen, ihren Eltern und der Zukunft. Sie kämpfen mit Fäusten um Anerkennung und schlagen die Zeit tot. Sie saufen, sie klauen, sind cool und fertig und träumen vom eigenen Leben. Alle ihre Fluchtversuche enden auf den Fluren des Polizeireviers Südost.

Leidenschaftlich, wild und mutig verspielen sie ihr Leben in einer aussichtslosen Rebellion. Darum lassen einen die Bilder des nächtlichen Leipzig, die Boxkämpfe, die Hoffnungslosigkeit und die Hoffnung dieses Romans nicht mehr los.

»Selbstverständlich ist Meyer viel zu jung. Aber so ist das mit guten Schriftstellern. Sie tauchen plötzlich auf und die ergrauten Kollegen kratzen sich am Kopf: Wieso kann der eigentlich schon so viel?« Sten Nadolny

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Letzte Kommentare:
14.11.2014 15:39:08
faustino888

Meyer beschreibt ein Szenario, das betroffen und Angst zugleich macht. Seine (autobiografische??) Geschichte spielt im Leipzig vor und nach der Wende und beschreibt die Orientierungslosigkeit einer Jugend ohne Hoffnung, wie sie sich in dieser Form wohl auch in westdeutschen Problemgebieten abspielt. Die schnelle Wende fordert Anpassungsfähigkeit (und Adaption westlicher Werte), und lässt keine Zeit, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Eltern sind mit der neuen Situation völlig überfordert und nicht in der Lage, ihren Kindern Werte und Handlungsmuster zu vermitteln, die ein "menschenwürdiges" Leben ermöglichen. Das Resutat ist eine Subkultur, die mit Alkohol, Dogen und Gewalt dem Leben einen Inhalt zu entreissen sucht und dabei scheitert. Meyers Sprache ist lebendig, sein Stil aussergewöhnlich, der Inhalt fesselnd und schockierend zugleich. Betroffenheit beim Leser ist die Folge und wir müssen uns aufs Neue die Frage stellen, ob der Preis für die Wiedervereinigung nicht deutlich zu hoch war ... zumindest für den Osten ...