Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2008, Seiten: 192, Übersetzt: Eike Schönfeld
  • Orlando: Harcourt, 2007, Titel: 'The reluctant fundamentalist', Originalsprache

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Aufrüttelnd, provozierend und mit unwiderstehlicher Sogkraft.

Lahore. In einem Café sitzen sich ein mitteilsamer Pakistani und ein zurückhaltender Amerikaner gegenüber. Als langsam die Nacht über die Stadt hereinbricht, enthüllt der Pakistani immer mehr Details seiner Lebensgeschichte, und allmählich ahnt man das Drama, das sich zwischen den beiden Männern anbahnt.

Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

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Letzte Kommentare:
29.09.2014 09:40:21
MagEx

In Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" beschreibt Moshin Hamid die zerrissene Gefühlswelt eines vollkommen assimilierten Pakistani in den USA vor und nach den Anschlägen vom 11. September.

Dieser Pakistani hat es durch ein hervorragend abgeschlossenes Studium an der Elite-Universität Princeton geschafft, in die oberste Gesellschaftsschicht Amerikas vorzustoßen. Beruflicher Erfolg, erste, anfangs vielversprechende Bemühungen um eine junge Frau aus sehr gut situiertem Hause - und dann der Schock der Anschläge, der für den Protagonisten gar kein solcher war. Er fühlt sich wohl in Amerika, liebt es gar, doch kann er seine auffallende Arroganz auf dem weltpolitischen Parkett kaum ertragen. Die persönliche Zerrissenheit, die schließlich zur Abkehr vom geliebten Lebenswandel führt, schildert der Roman eindrucksvoll.

Der Roman wagt meiner Meinung nach in der Tat ein sehr schwieriges Unterfangen und wird seinem Anspruch vollauf gerecht. Wie zunächst die beiden sehr verschiedenen Welten durch den Protagonisten nahezu unlösbar miteinander verbunden sind und sich nach und nach eine Skeptik gegenüber der Wahlheimat einstellt, die unweigerlich größtenteils der Ablehnung weicht, das ist schon groß und imponierend mit beglückenderweise wenig Redundanz geschildert.

Aus dem Herzen New Yorks kommt so auch eine Stimme zur Geltung, von der man schon fast nicht glaubte, dass sie existierte, so wenig Aufmerksamkeit wurde ihr geschenkt. Doch den absoluten Höhepunkt stellt für mich das Ende dar. Von hier aus ist alles möglich, was prinzipiell für offene Ende nichts Neues ist. Doch im Resultat des Denkbaren liegt das wirklich Verblüffende: Wie man es auch dreht und wendet, es werden immer stereotype Denkmuster entlarvt, aus der einen oder der anderen Richtung. Es bleibt einem strenggenommen nichts anderes, als sein persönliches Denken und Handeln zu reflektieren und in Frage zu stellen. Und von hier geht auch der immense Nachhall des Buches aus, der sich zu den unterschiedlichsten Situationen oftmals wieder bemerkbar macht - besonders in ganz alltäglichen Situationen.

Ein Buch das begeistert, aufrüttelt, unterhält und zugleich nachdenklich macht. Verschlingen und wirken lassen!