Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ

  • Eichborn
  • Erschienen: Januar 2001
  • München: Ullstein, 2003, Seiten: 226, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Eichborn, 2001, Seiten: 226, Originalsprache
Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ
Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ
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Er würde für alle immer der Mann sein, der damals das Baby hatte fallen lassen. Einfach so, aus Versehen. Es war ihm aus den Händen gerutscht und zu Boden gefallen. Aus dem ersten Stock auf den frischgemähten Rasen unseres Einfamilienhauses. Auf dem wir anderen gerade spielten. Krocket. Dieses Spiel mit den Törchen und den Holzschlägern, das noch am gleichen Abend im Müll landete. »Obwohl das Spiel doch nichts dafür kann«, wie Silke, meine Schwester, immer wieder betonte. Umsonst, denn seit diesem Tag, dem Tag, an dem mein Vater meinen Bruder fallen ließ, war nichts mehr in unserer Familie wie zuvor. Er war sofort tot. Haben die Ärzte gesagt. Vielleicht um uns zu trösten. Direkt nach dem Aufprall. Genick gebrochen.

 

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