Lob der Stiefmutter

Erschienen: Januar 1989

Bibliographische Angaben

  • Barcelona : Tusquets, 1988, Titel: 'Elogio de la madrastra', Seiten: 198, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1989, Seiten: 195, Übersetzt: Elke Wehr
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1991, Seiten: 195, Übersetzt: Elke Wehr
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995, Seiten: 1995, Übersetzt: Elke Wehr
  • München: Diana, 2000, Seiten: 222, Übersetzt: Elke Wehr, Bemerkung: Lizenzausgabe
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005, Seiten: 195, Übersetzt: Elke Wehr
  • München: Süddeutsche Zeitung GmbH, 2008, Seiten: 173, Übersetzt: Elke Wehr, Bemerkung: Lizenzausgabe
  • Berlin: Suhrkamp, 2011, Seiten: 158, Übersetzt: Elke Wehr

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Dieses kleine erotische Meisterwerk des großen peruanischen Autors erzählt von der sinnlichen und schönen Dona Lukrezia, der gerade vierzigjährigen Stiefmutter; von Don Rigoberto, dem Vater und Ehemann und phantasievollen Liebhaber Lukrezias; und von Alfonsito, dem beunruhigenden Söhnchen, das eine alarmierende Anhänglichkeit für seine Stiefmutter bekundet und durch dessen engelhafte Anwesenheit in einem Haus, wo dem Wünschen und Begehren keine Grenzen gesetzt zu sein scheinen, alles ins Fließen, ins Wanken gerät.

 

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Letzte Kommentare:
10.08.2020 16:47:07
Henriette H.

Für mich der poetischste erotische Roman der Weltliteratur! Die Liebesszenen zwischen Don Rigoberto und seiner Frau werden geschildert wie das erotische Paradies der Muslime im Koran. Auf der anderen Seite steht die Beziehung der Stiefmutter zu ihrem halbwüchsigen Stiefsohn, der sie regelrecht verführt und damit vorsätzlich ihre Beziehung zum Vater zerstört. Viele Leser/ innen werden sich empören über diese Umkehrung der Rollen: das Opfer ist hier nicht das Kind, sondern die Erwachsene. Am Ende wird sogar von einer Hausangestellten vermutet, dass es sich bei dem Jungen um den Teufel selbst handeln könnte.
In der heutigen „politisch korrekten“ Zeit hätte der Autor das Buch so wohl nicht mehr veröffentlichen dürfen, ebensowenig wie Marguetite Duras den thematisch ähnlichen Roman „Der Liebhaber“.
Dafür sind die in den letzten Jahren bekannt gewordenen Kindesmissbrauchsfälle einfach zu scheußlich.

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