Mich gibts übrigens auch für immer

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2013, Titel: 'Mich gibt's ürbrigens auch für immer', Seiten: 256, Originalsprache

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Kora Kutschbach
Ein unterhaltsamer Kulturschock

Buch-Rezension von Kora Kutschbach Jan 2013

Tanja steht mit ihren Anfang dreißig als Dauerstudentin und Nebenjobakrobatin mitten in einem Chaos, das sich Selbstfindung nennt. Als jedoch ihr perfekter indischer Freund Hrithik Tanja zu Weihnachten einen romantischen Heiratsantrag macht, verfällt sie in Panik und zögert. Sie zögert vielleicht einen Moment zu lang und Hrithik versteht die Welt nicht mehr. Wenig später könnte sich Tanja für ihre Unentschlossenheit selbst ohrfeigen. Doch ist es nun bereits zu spät? Und weshalb muss ausgerechnet jetzt Hrithiks Exfreundin, eine Göttin von Frau, auf der Bildfläche erscheinen? Spontan und von ihren Freunden ermutigt entschließt sich Tanja, zuerst einmal ihre eigenen Erwartungen an das Leben – mit oder ohne Hrithik – zu klären. Dazu gehört auch, zu ihrem lange Zeit gemiedenen Hippie-Vater, der nach Indien ausgewandert ist, Kontakt aufzunehmen. Damit tritt Tanja eine erkenntnisreiche Reise voller schräger Erfahrungen, läuternder Erlebnisse und großer Entschlüsse an.

Jana Seidel stammt gebürtig aus Hannover und studierte in Kiel. Nach ihrem Studium absolvierte sie ein Volontariat bei einer Tageszeitung, arbeitete als freie Journalistin und schreibt inzwischen für die Redaktion einer Zeitschrift in Hamburg. Als Autorin verschiedener flotter Romanitkkomödien hat sich Jana Seidel in die Herzen ihrer Leser und Leserinnen geschrieben. Frohsinn, Übermut und Humor zeichnen nicht nur die Autorin selbst aus, sondern finden sich charmant verpackt in ihren heiteren Romanen wieder.

Eine Protagonistin, welche durch Wankelmut in dem einen Moment und durch Entschlossenheit in einer anderen Situation glänzt, führt durch diesen humorvoll ausgestalteten Roman. Auf dem Weg von der unsicheren, in den Tag hineinlebenden Dauerstudentin zur willensstarken Braut in spe widerfahren Tanja einige Kuriositäten und Unglaublichkeiten, die jedoch stets von einem warmen Ton an Lebensweisheit wie "Nur weil sich die meisten Familien ständig sehen, heißt es nicht, dass sie sich wirklich kennen" begleitet werden.

Die Autorin legt ihr Augenmerk auf die Unterhaltsamkeit der Geschichte, die durch markige, leicht klischeeerfüllende Charaktere – von der liebenswert exzentrischen Chefin bis zur bissigen Schwägerin – geprägt ist.

Hinzu kommen das kontrastreiche Aufeinandertreffen der deutschen und indischen Kultur ("Bestimmt habe ich nun doch irgendeinen Nahrungs-Faux-pas à la heilige Kuh begangen") sowie die bildhaft beschriebene Kulisse eines indischen Hippie-Camps im Stile einer "Siebziger-Jahre-Doku". Mittels jener Vergleiche und kleiner Anekdoten wie "Das Erste, was wir hier ablegen, sind unsere Namen", die eine große Wirkung haben, verleiht Jana Seidel ihrem Buch die Würze eines indischen Currys. Das passende Pendant zu dieser Leichtigkeit und Witzigkeit bildet die nicht ganz einfache Vater-Tochter-Beziehung zwischen Tanja und Kurt: "Na gut, es ist wohl ein bisschen spät, jetzt die Vaterrolle einzunehmen, was?" 

Wie es für einen schwungvollen Unterhaltungsroman üblich ist, richtet sich die Aufmerksamkeit nicht auf die großen Spannungsmomente, sondern vielmehr auf die ausgewogene Mischung aus der demonstrativen Betonung von Stereotypen, hoffnungsvollen Träumen und einer Herzensangelegenheit, die ins Wanken gerät. Kurze Szenenwechsel und aufgeweckte Dialoge tun ihr Übriges hinzu.

Die Facetten einer deutsch-indischen Liebe sowie den steinigen Weg zur Erkenntnis, dem Herzen zu folgen, präsentiert Jana Seidel in einem Gesamtpaket, das einem Knallbonbon aus Witzigkeit, Liebenswürdigkeit und Wagemut gleicht. Possierliche Unterhaltung, die für gute Laune sorgt!

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