Dienstags bei Morrie

Erschienen: Januar 1998

Bibliographische Angaben

  • New York: Doubleday, 1997, Titel: 'Tuesdays with Morrie', Seiten: 192, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1998, Seiten: 217, Übersetzt: Angelika Bardeleben
  • Schwäbisch Hall: Steinbach, 2002, Seiten: 4, Übersetzt: Mathieu Carrière
  • Schwäbisch Hall: Steinbach, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Mathieu Carrière

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Der Soziologieprofessor Morrie Schwartz erfährt, dass er höchstens noch zwei Jahre zu leben hat. Die Diagnose, eine schwere Erkrankung des Nervensystems, lässt keine Hoffnung auf Heilung. Statt darüber zu verzweifeln und sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, macht Morrie es sich zur Aufgabe, seine letzten Monate so sinnvoll und produktiv wie möglich zu verbringen. Während er den schleichenden Verfall seines Körpers erlebt, sprüht sein Geist vor Ideen. Sein Leben war immer vom Mitgefühl für andere bestimmt, und auch jetzt möchte er andere Menschen an seiner Erfahrung Teil haben lassen: an seiner Lebenserfahrung ebenso wie an der Erfahrung, dem Tod entgegen zu gehen, die ihn viele neue Einsichten über das Leben gewinnen lässt. Den Kontakt zu seinem Lieblingsprofessor hatte der erfolgreiche Sportjournalist Mitch Albom eigentlich aufrecht erhalten wollen. Sechzehn Jahre nach seinem Collegeabschluss erfährt er durch Zufall von Morries schwerer Krankheit und stattet dem alten Herrn einen Besuch ab. Ein Pflichttermin in dem prall gefüllten Kalender des Journalisten, der im Laufe der Zeit seine Träume gegen ein gut bezahltes Leben im fünften Gang eingetauscht hatte. Mitch verlässt das Haus tief beeindruckt von der Gelassenheit, ja sogar Heiterkeit, mit der Morrie seine Krankheit erlebt und seinem Tod entgegensieht – dieser feiert zum Beispiel seine Beerdigung zu Lebzeiten, um die Trauer und die ihm gebührende Anerkennung persönlich zu erfahren. Durch einen Streik an seiner Arbeit gehindert und zum Nachdenken gebracht, macht sich Mitch ein zweites Mal und schließlich regelmäßig jeden Dienstag auf den Weg zu seinem wiedergefundenen Professor. So beginnt der letzte gemeinsame Kurs. Die Gesprächsthemen zwischen Lehrer und Schüler berühren die fundamentalen Fragen unseres Daseins: Es geht um das Leben und seinen Sinn, das Sterben, die Liebe, den Erfolg, Gefühle wie Reue und Selbstmitleid, Familie, das Älterwerden ...

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Letzte Kommentare:
04.04.2015 17:44:57
NiK

Es ist im Grunde fast nicht möglich, passende Worte zu finden, um nahezubringen, was für ein wunderschönes Buch „Dienstags bei Morrie“ ist. So schlicht wie schon der Buchtitel, so ergreifend, so unglaublich präsent ist dieses Werk geschrieben, welches eine tatsächliche Geschichte erzählt.

Es berichtet von Morrie Schwartz und seinem ehemaligen Studenten Mitch Albom. Durch einen Zufall finden sich die Beiden nach vielen Jahren wieder, leider, durch einen traurigen Anlaß. Morrie ist todkrank und hat seinen letzten Weg vor sich. Wer nun glaubt, ein Buch vorzufinden, dass mächtig auf die Tränendrüse drückt, oder mit geschwollenen Worten den moralischen Zeigefinger erhebt – weit gefehlt. Wer Zeilen voller Pathos erwartet und gestelzte Worthülsen, die einem das Leben erklären, nein, nicht mal im Ansatz.

„Dienstags bei Morrie“ erzählt mit ganz einfachen und klaren Worten über das Dasein des Lebens.

Die Unterhaltungen zwischen Morrie und Mitch sind intensiv, aber entspannt, teilweise sogar humorvoll, sie sind geprägt von dem Wissen, dass Morrie bald sterben wird. Mitch erlebt zu seinem größten Erstaunen, dass Morrie sein Sterben erlebt und nicht nur erträgt und dass er in der unglaublichen Lage ist, dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen. Mitch erkennt sehr rasch, das wirklich Wichtige im Leben – und das er bisher in seinem Leben überhaupt nicht danach gelebt hat.

Auch ich als Leserin hatte permanent das Bedürfnis, heftig zu nicken, bei all'den simplen Dingen, die Morrie erklärt, Dinge, von denen wir im Grunde alle wissen, dass sie das Wichtigste im Leben sind. Und trotzdem lassen wir uns immer wieder vom Alltag einwickeln und verbringen unsere Zeit mit überflüssigen Gefühlen, Gedanken und Aktivitäten.

Wenn jetzt der eine oder andere denkt „O Gott, nein, nicht schon wieder so ein Lebensweisheiten-Buch“ – ja es ist eines, aber eines, der ganz besonderen Art. Es ist unfassbar herzlich, warm, liebevoll und berührend geschrieben, ohne jedoch den Leser mit Gefühlen „an die Wand zu fahren“. Es nimmt einen an die Hand , es führt einen ganz sachte und langsam an das Ende von Morrie heran. An das Ende eines Buches, welches ich gewiss nicht zum letzten Mal gelesen habe.

Wunderschön, bewegend, mitreißend, lehrend, liebevoll – unglaublich.

Lesen – alles andere wäre ein Verlust!

21.12.2012 11:44:47
tedesca

Nach Klappentext und Untertitel ("Die Lehre eines Lebens") hab ich ja das Schlimmste befürchtet - Esoterik, Schnulze, was weiß ich... Umso angenehmer war dann die Überraschung beim Lesen, und zwar von der ersten Seite an. Albom schreibt als Journalist in einer klaren Sprache, die trotzdem berührt, die sich nicht in kitschigen Details ergeht, sich aber auch vor rührenden Szenen nicht scheut.
Ich hab mich schon einige Male gefragt, wie viel Idealisierung in das Bild des alten Mannes einfließt, das der Autor uns hier zeigt, halte es ihm aber auch zugute, dass er sich auf die aussergewöhnlichen positiven Eigenschaften seines alten Lehrers konzentriert, mit denen dieser sich auf Dauer einen Platz im Herzen seines Schülers geschaffen hat.
Eine sehr berührende schöne Geschichte über das Leben und das Sterben, in der nicht Binsenweisheiten als die neuesten Erkenntnis angepriesen werden, sondern in der ein Mann mit Lebenserfahrung aus seinem reichhaltigen Fundus schöpft.

Hier noch ein Zitat: "Sterben", sagte Morrie plötzlich, "ist nur eine Sache, die Anlaß gibt, traurig zu sein, Mitch. Unglücklich zu leben ist eine andere. So viele Menschen, die mich besuchen kommen, sind unglücklich." (Seite 48 - ISBN 978-442-45175-3)