Wovon wir reden, wenn wir von der Liebe reden

Erschienen: Januar 1989

Bibliographische Angaben

  • New York: Knopf, 1981, Titel: 'What we talk about when we talk about love ', Seiten: 159, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 1989, Seiten: 184, Übersetzt: Klaus Hoffer
  • Berlin: Volk und Welt, 1990, Seiten: 191
  • München; Zürich: Piper, 1994, Seiten: 193
  • Berlin: Berlin-Verlag, 2000, Seiten: 174, Übersetzt: Helmut Frielinghaus
  • Berlin: Berliner Taschenbuch-Verlag, 2002, Seiten: 174, Übersetzt: Helmut Frielinghaus
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2012, Seiten: 176, Übersetzt: Helmut Frielinghaus

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Siebzehn Geschichten über die andauernde Gefährdung der zwischenmenschlichen Beziehung und die schier unüberwindlichen Hindernisse der Kommunikation.

Wovon wir reden, wenn wir von der Liebe reden

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19.12.2014 07:03:57
Summer!

Was würden Sie alles in Ihren Koffer packen, wenn Ihre Familie Sie gerade aus der gemeinsamen Wohnung und aus ihrem Leben verbannt hätte? „Das wäre das letzte, worüber ich in dieser Situation nachdenken würde", werden Sie vielleicht antworten, aber sind Sie sich da sicher?
Scheinbare Banalitäten und wichtige Unwichtigkeiten, das ist der Stoff, aus dem Raymond Carvers Kurzgeschichten in „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden" gesponnen sind.
Wenn wir von Liebe reden, dann reden wir von erstarrten Beziehungen, Verzweiflung und Desillusion, könnte das Fazit nach der Lektüre dieses Buches lauten. Carvers Figuren stehen alle mitten im Leben und doch ganz am Rande. Sie haben versucht, das aufzubauen, was man ein solides Leben nennt, geheiratet, Kinder bekommen, doch irgendwie sind sie steckengeblieben im Aufbau ihres kleinen Glücks.
Irgendwas fehlt ihnen, so dass zwei Männer einfach so zwei junge Mädchen ermorden, weil sie sie gerne einmal nackt gesehen hätten.
Irgendwas stört sie gewaltig an ihrem Leben, so dass schon das Schnarchen des Ehemanns einer Frau eine Qual ist.
Irgendwas ist schief gelaufen, so dass ein Mann sich gezwungen sieht, dem alten Leben ein Ende zu bereiten, indem er seine komplette Wohnungseinrichtung verscherbelt.
Was dieses Irgendwas genau ist, erfährt man nie, denn die Geschichten haben keine Erklärung oder gar Lösung anzubieten. Aber der Leser spürt genau, dass es da ist, deprimierend, beunruhigend, bedrohlich und nicht genau zu fassen.
Carver erreicht dies durch seinen ungewöhnlichen Blickwinkel, der sich auf die Details richtet, die man normalerweise nicht als wichtig beurteilen würde. Die Schilderung, wie ein Mann seinen Rasierer, seine Zahnbürste, die Zahnpasta und zum Schluss auch noch die Zahnseide in den Koffer packt, erscheint zunächst lächerlich banal. Doch das Lachen bleibt dem Leser im Halse stecken, wenn er sich bewusst wird, einen Menschen zu beobachten, dem soeben der Boden unter den Füßen weggerissen wurde, als Frau und Tochter ihn endgültig aus der Wohnung geworfen haben.
Das einfache Packen des Koffers, das Zusammensuchen seiner letzten persönlichen Gegenstände veranschaulicht die Verzweiflung und Perspektivlosigkeit des Mannes besser, als jede gefühlstriefende Beschreibung seines Gemütszustandes es hätte tun können.
Es liegt am Leser, sich in die Figuren hineinzuversetzen und ihre Situationen nachzuempfinden. Manche Geschichten bleiben deshalb rätselhaft und unverständlich. Andere jedoch entwickeln gleich beim ersten Lesen eine Faszination, die den Leser mal staunend und mal erschrocken zurücklässt.
Man ahnt, dass das, wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden, oftmals alles andere als idyllisch und romantisch ist.

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