Koba der Schreckliche

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Cape, 2002, Titel: 'Koba the dread', Seiten: 306, Originalsprache
  • München: Hanser, 2007, Seiten: 295, Übersetzt: Werner Schmitz

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Ein Buch über die Schrecken des 20. Jahrhunderts. Martin Amis behandelt neben der Judenvernichtung im "Dritten Reich" das Jahrzehnte währende Terrorregime Stalins. Er beschreibt die Massaker des Bürgerkriegs, die große Hungersnot von 1922, die Säuberungen der 30er Jahre, die Schauprozesse und schließlich den Tod des Diktators. Und er beschäftigt sich mit der Frage nach dem Unterschied zwischen Hitler und Stalin.

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Letzte Kommentare:
08.09.2014 11:58:47
Typemagazine

Der Engländer und Oxfordabsolvent Martin Amis legt einen persönliches Buch über seine persönlichen Eindrücke zum Umgang mit dem Kommunismus und seinen Begleiterscheinung in der ehemaligen UdSSR vor.

Unterstützt durch vielerlei Fakten und Fußnoten mit Hinweisen auf wissenschaftliche Quellen erlangt seine Darstellung eine hohe Glaubwürdigkeit. Ein Mix aus biographischen Erlebnissen in seinem familiären kommunistischen Umfeld und eine tief Recherche, welche erst nach dem Ende des Kalten Krieges möglich gewesen ist, machen aus dem Buch eine spannende und erschreckende Reise in die Welt und Realität des Kommunismus auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR:

Besonders im Fokus steht hierbei die Person Josef Stalin, genannt Koba: Der Tod löst alle Probleme. Kein Mensch, kein Problem." Seine Person und die Auswirkungen ihrer Psychosen auf die Politik und ihre Umsetzung in der UdSSR werden von Amis mit Hilfe von Zeitzeugenberichten, eigenen Reflektionen und Fakten anschaulich dargestellt: [..] die Bolschewiki hätten geherrscht, als führten sie einen Krieg gegen das eigene Volk. Man könnte aber noch weiter gehen und sagen, die Bolschewiki hätten einen Krieg gegen die Natur des Menschen geführt." Vergleiche mit dem Holocaust, dem Dritten Reich und Adolf Hitler bleiben nicht aus.

Amis versucht zu extrahieren, wie es dazu kommen konnte, dass das kommunistische Regime bei allem Schrecken und Terror, welches es verbreitete, in Europa auch heute immer noch verharmlost wird und es auch heute noch positive Stimmen zu Stalin und Lenin gibt. Hier versucht er die Differenz zu Hitler aufzuzeigen.

Dem Leser stellt sich die Frage, welche Art des Regimes schlechter gewesen ist und worin die Begründung in einer Antwort auf diese Frage liege könnte. Immer wieder baut Amis geschickt Zitate von unmittelbar beteiligten Bolschewiken ein und verschafft seinem Werk somit eine hohe Authentizität: Terror war für sie eine administrative Maßnahme, und sie empfanden es als hohe Tugend, jeden Befehl zu befolgen, der von oben kam.
Eine umfassende Bibliographie am Ende machen das Buch mit seinem unvorstellbaren Inhalten zu einer lohnenswerten Lektüre.