Nachtzug nach Lissabon

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • München; Wien: Hanser, 2004, Seiten: 495, Originalsprache
  • München: btb, 2006, Seiten: 495, Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2007, Seiten: 495, Originalsprache
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2005, Seiten: 6, Übersetzt: Walter Kreye, Bemerkung: gekürzt

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Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten.

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Letzte Kommentare:
17.06.2019 09:24:27
Toby

Dass das Buch lt. Wikipedia "überwiegend positiv aufgenommen wurde" ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Geschichte startet mit einem absolut seltsamen Einstieg, woraufhin die Hauptperson (Mundus) ihr Leben ändert. Wie diese Handlungsstränge zusammenhängen ist nicht nachvollziehbar. Mundus"flüchtet" nach Lissabon, da er zufällig ein Buch bekommt und er diese Persone im Buch (Prado) finden will.

Was nun folgt ist die sehr reibungslose Abfolge von Gesprächen mit den nahestehenden Personden von Prado, da er selbst bereits tot ist. Das Ganze liest sich wie ein Puzzle, das zusammengesetzt wird und das Bild von Prado ergibt. Dabei gelingt es Mundus immer sehr schnell, die richtige Person zu finden (auch durch Zufall, was sehr unwahrscheinlich ist). Die einzelnen Personen (also die Puzzleteile, wenn man so will), sind sich alle so mit Mundus ähnlich, dass es bereits an Komik grenzt. Gefühlt spielen alle Schach, haben alle die gleiche absolut detaillierte Auffassungsgabe und können sich an jeden Wimpernschlag (auch nach zig Jahren erinnern) sowie das gleiche Interpretationsvermögen mit unglaublich viel Tiefgang. Die Handlung ist darüber hinaus noch so aufgebaut, dass jedes Puzzleteil perfekt passt und sogar Fragen, die Mundus sich stellt, genau an einer anderen Stelle beantwortet werden (bspw. blutrote Zedern, das grüne Hemd, das Opernglas in der Schule, etc.). Dass Mundus in der Nacht immer Träume hat, die genau die aktuellen Ereignisse einbeziehen sowie neu und absurd anordnen kommt noch dazu. Dies alles liest sich absolut unrealistisch und akribisch konstruiert, da immer das selbe Muster des Autor durchschimmert (eigentlich eher schon durchschreit).

Das Buch ist sehr philosophisch, was man mögen muss. Ein Spannungsbogen ist nicht zu finden; auf einen Höhepunkt wartet man vergebens. Dies ist umso ärgerlicher, da auf dem Buchdeckel sogar eine Lebensgefahr von Mundus beschrieben wird, die aber nicht im Buch vorkommt (sieht man mal von einem lächerlichen Beinahe-Verkehrsunfall ab oder von den Schwindelanfällen, wo man aber nicht weiß, ob es "was Ernstes" ist). Diese Vera....ung gab mir den Rest zur Erkenntnis, dass die Altpapiertonne der richtige Aufbewahrungsort ist. Dieses Buch weiterzugeben oder zu empfehlen ist das Letzte was ich tun würde (nicht einmal an jemanden, den ich nicht mag).

15.06.2014 18:06:36
Wölfgäng Göethe

Also wer keine Hobbys hat könnte sich das Buch natürlich kaufen, um sich dannach die Haare zu zerraufen.

Ich kanns nicht verstehen, was ist aus dieser Welt geschehen.
Sogar für Qualen heißst Geld zu Zahlen.

Holt euch lieber Hobbys, die halten euch gesund in Körper und Geiste, zudem gehen sie euch nicht auf die Leiste.

Ich mein was steht in dem Schinken, der will nur euren Verstand linken

.Ein verrückter Proffesor sucht nach seinem wirklichen Leben, dabei wäre es aber besser ihm die Kugel zu geben.

So steht es geschrieben, so trug es sich zu und jetzt will der Ofen mit dem Buch seine Ruh! Ende!

28.02.2012 10:36:58
tedesca

Eine faszinierende Reise durch Zeit und Raum mit wunderbaren Einblicken in eine interessante Stadt. Mit historischen Fakten, über die ich mir bis dato wenig Gedanken gemacht habe (die Diktatur in Portugal), mit vielen philosophischen Gedankenexperimenten, die viel Freiraum für den Leser lassen und mit Themen, denen sich jeder Mensch in unserem Kulturkreis irgendwann einmal stellen muss.

Dazu eine spannende Schnitzeljagd auf den Spuren eines Mannes, der jede Menge Anlass zur Kritik bietet, und letztendlich eine Hauptfigur, die eine gut nachvollziehbare innere Wandlung durchmacht, auch wenn der Auslöser dafür etwas skurril ist.

Ich habe die Art, aus so vielen Quellen zu schöpfen (Briefe, Aufzeichnungen, Bücher...), sehr erfrischend gefunden, ein Stilmittel, das es einem ermöglicht, auch die Gedanken längst verstrobener Personen in das Gesamtbild miteinzubeziehen.

Mich haben viele Themen angesprochen, aber vor allem eines. Diese Erkenntnis, die einen trifft, wie ein Blitz, dass man gewisse Dinge in seinem Leben nicht mehr tun wird. Ich will nicht sagen, dass ein junger Mensch dem Buch nichts abgewinnen kann, ganz im Gegenteil! Aber wenn man die Lebensmitte bereits überschritten hat, wie ja auch die Protagonisten, kann man gewissen Ängste und Gefühle wohl sehr direkt nachovllziehen. "Und so könne man die Angst vor dem Tod beschreiben als die Angst, nicht der werden zu können, auf den hin man sich angelegt hat." (Seite 243)

Ein wunderbares Buch, in dem ich keine Längen finden konnte, das ich bis zum Schluss gern gelesen und danach noch ein paar Minuten in den Händen gehalten habe, um mich irgendwie davon zu verabschieden. Klingt komisch, aber ich denke, jeder leidenschaftliche Leser kennt das Gefühl, wenn er aus einer literarischen Welt auftauchen und in eine andere wechseln muss.