Die Schopenhauer-Kur

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 445, Übersetzt: Almuth Carstens
  • München: btb, 2006, Seiten: 445
  • München: btb, 2009, Seiten: 634

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Was tun, wenn man gerade eine tödliche Diagnose erhalten hat? Vor diese Frage sieht sich der erfolgreiche Psychoanalytiker Julius Hertzfeldt nach einem scheinbaren Routinecheck bei seinem Hausarzt gestellt. Jahrelang hat der 65jährige anderen dabei geholfen, sich der Endlichkeit von allem zu stellen – jetzt muss er sich mit seiner eigenen auseinandersetzen. War seine Arbeit wirklich bedeutungsvoll? Was ist mit jenen Patienten, bei denen er versagt hat? Besonders ein Fall, der Jahrzehnte zurückliegt, macht ihm zu schaffen. Damals hatte er einen Mann wegen dessen Sexsucht behandelt – über drei Jahre lang und absolut ergebnislos. Was ist aus diesem Philip Slate geworden? Als Hertzfeldt seinen Patienten von damals wieder findet, macht er eine erstaunliche Entdeckung: Slate behauptet, sich selbst geheilt zu haben, und zwar mit Hilfe der Lektüre von Arthur Schopenhauer. Er arbeitet inzwischen sogar als eine Art philosophischer Berater, und er will noch mehr: eine Lizenz als ausgewiesener Therapeut. Dazu braucht er einen Supervisor. Ob Hertzfeldt ihn nicht betreuen wolle? Dieser ist fassungslos, denn sein ehemaliger Patient ist noch derselbe arrogante, ichbezogene, skrupellose Mann wie früher. Schließlich sagt Hertzfeldt zu – unter einer Bedingung: Slate muss im Gegenzug seine Therapiegruppe besuchen ...

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Letzte Kommentare:
17.01.2013 12:57:53
tedesca

Dieses Buch wurde mir nach dem Besuch eines Seminars zum Thema "Gruppendynamik" empfohlen, als praktisches Beispiel dafür, wie Menschen agieren und zusammenspielen, in diesem Fall in einer Therapiegruppe. Deren Leiter, Julius Herzfeldt, ist unheilbar krank und möchte vor seinem Tod noch reinen Tisch mit sich selbst machen. Dafür gräbt er einen Fall aus, den er selbst als seinen größten Misserfolg betrachtet. Den an Sexsucht leidenden Philip Slater. Dieser hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem neuen Selbst gefunden, und zwar mit der Hilfe der menschen-und auch lebensverachtenden Philosophie Arthur Schopenhauers, die er eins zu eins auf sein eigenes Leben anwendet. Philip wird eingeladen, in Julius' Therapiegruppe teilzunehmen, um selbst die Grundlagen für einen guten Therapeuten zu erlernen. Die Gruppe besteht aus unterschiedlichseten Persönlichkeiten, die schonungslos und offen miteinander umgehen, jeder mit dem Bestreben, sich und den anderen zu helfen. Der unnahbare Philip wirkt lange wie ein Sandkorn im Getriebe, gibt der Gruppe aber auch eine neue Richtung, bis er letztendlich aus seinem selbstgebauten emotionalen Gefängnis ausbrechen kann.

Parallel dazu wird die Lebensgeschichte Arthur Schopenhauers erzählt, seine Philosophie vorgestellt und erläutert. Es entsteht das Bild eines unangenehm arroganten Menschen, der von Kindheit an mit einem großen emotionalen Defizit leben musste, das den Grundstein für sein asoziales und frauenfeindliches Verhalten legte.

Ein interessantes Buch für alle, die sich für Philosophie und Psychologie interessieren. Yalom zeichnet ein deutliches Bild aller Charaktere und lässt den Leser so unmittelbar an seinen Erfahrungen als Therapeut teilhaben. Intelligent und angenehm zu lesen, ein Buch mit Anspruch und Tiefgang, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.