Der Junge im gestreiften Pyjama

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Oxford: David Ficking, 2006, Titel: 'The boy in the striped pyjamas', Seiten: 215, Originalsprache
  • Berlin: Argon, 2007, Seiten: 4, Übersetzt: Ulrich Matthes
  • Berlin: Argon, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Ulrich Matthes
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2010, Seiten: 236

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Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

Der Junge im gestreiften Pyjama

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Letzte Kommentare:
15.06.2012 11:09:12
tedesca

Grundsätzlich finde ich den naiven Erzählansatz des Ich-Erzählers Bruno sehr ansprechend. Ein Neunjähriger beschreibt, was er sieht, ohne es deuten zu können. Er auf dieser Seite des Zaunes, die im gestreiften Pyjama auf der anderen. Die Dinge nehmen einen Lauf, der einen als "Wissende" natürlich nicht kalt lässt.

Leider hat Boyne es mit der Kindlichkeit allerdings so stark übertrieben, dass ich mich ab der Hälfte eigentlich oft geärgert habe. Welcher Neunjährige Sohn eines Nazikommandanten kennt bitte den Führer nicht? Nennt ihn den "Furor" und erkennt ihn nicht einmal, wenn er ins Haus kommt? DAS ist völlig unrealistisch, denn damals hing sicher in jedem Nazi-Haushalt ein Bild vom Adolf, und ein Mann wie Brunos Vater hat 100%ig dafür gesorgt, dass seine Kinder auch sein Idol kennen.

Was mich auch so nervt, ist die Unsensibilität, mit der Bruno Schmuel gegenübertritt. Natürlich weiß er nicht, was die Hintergründe für Schmuels Geschichte sind, aber dass sein Freund Hunger hat, sagt ihm dieser sogar ganz explizit, und trotzdem futtert er auf dem Weg immer die mitgebrachten Lebensmittel selbst. Bruno ist neun, kein Kleinkind mehr, und meiner Erfahrung nach nehmen Buben in diesem Alter viele Dinge sehr ernst, begreifen oft intuitiv, was Sache ist.

Der Schluss ist natürlich ein Knalleffekt, wobei es den nicht gebraucht hätte. Ich finde das Schicksal Schmuels auch so schon schlimm genug, aber bitte...

Alles in allem liest sich das Büchlein schnell und flüssig, der naive Stil hat schon etwas Berührendes, aber leider konnte das Buch meine Erwartungen nur sehr bedingt erfüllen. Und zu Tränen gerührt hat es mich auf keinen Fall, dafür fehlte das gewisse Etwas, eine Seele, ein besonderer Funke. Gutes Schreibhandwerk, eine originelle Idee, ein brisantes Thema, aber sicher kein großes Meisterwerk, finde ich.

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