Die natürliche Ordnung der Dinge

Erschienen: Januar 1996

Bibliographische Angaben

  • Lissabon: Dom Quixote, 1992, Titel: 'A ordem natural das coisas', Seiten: 329, Originalsprache
  • München; Wien: Hanser, 1996, Seiten: 342, Übersetzt: Maralde Meyer-Minnemann
  • München: dtv, 1998, Seiten: 342
  • München: btb, 2006, Seiten: 349

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Ein älterer Mann erzählt seiner jungen Geliebten nachts von seiner Kindheit. Für sie ist er eher lästig und nur "der, der bei mir schläft". Aus seiner Geschichte, die von anderen Erzählern ergänzt wird, entwickelt sich ein furios-surreales Familienepos, das mehrere Generationen umspannt und die gar nicht natürliche Geschichte Portugals seit den fünfziger Jahren schildert.

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Letzte Kommentare:
17.11.2014 06:47:01
gaspode100

Es gibt viele sehr gute Schriftsteller, aber so eine Erzähltechnik wie bei Antunes ist mir noch nie begegnet. Nie wird einem gesagt, wer in diesem Kapitel gerade aus seinem Leben erzählt. Sind die Zusammenhänge zu Beginn des Buches noch unklar, werden die Personen mit jeder Seite schärfer umrissen. Plötzlich entstehen Querverbindungen und bald erkennt man nach wenigen Sätzen, mit wem man es hier zu tun hat. Das macht das Lesen eines Buches von Antunes zu einem besonderen - wenn auch zugegebenermaßen keinem einfachen - Erlebnis.
Das Thema von Antunes ist die Salazar-Zeit. Auch wenn die Diktatur zum Zeitpunkt der Handlung bereits vorbei ist, spürt man die Auswirkungen auf das Leben der Menschen noch immer. Die große Gemeinsamkeit der Personen in diesem Buch (und auch allen anderen Büchern, die ich von Antunes kenne) ist, daß alle Unglücklich sind. Die Personen und Ihr Leben sind todtraurig, manchmal aber auch gleichzeitik grotesk, wie z. B. der ehemalige Geheimpolizist, der nun versucht, mit einem "Fernkurs in Hypnose" Geld zu verdienen und der das Fliegen von hypnotisierten Menschen als das Transportmittel der Zukunft anpreist. Dabei ist das Buch so wunderschön geschrieben, daß man sich trotz des Elends beinahe wünscht, in dieser Welt Leben zu dürfen.
Fazit: Unbedingt lesen und sich vor allem am Anfang nicht entmutigen lassen. Es wird mit jedem Kapitel und mit jedem Buch von Antunes einfacher. "Das Handbuch der Inquisitoren" vom selben Autor ist übrigens genauso genial wie "Die natürliche Ordnung der Dinge".

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