Schall und Wahn

Erschienen: Januar 1956

Bibliographische Angaben

  • New York: J. Cape and H. Smith, 1929, Titel: 'The sound and the fury', Seiten: 401, Originalsprache
  • Stuttgart; Zürich: Fretz & Wasmuth, 1956, Seiten: 336, Übersetzt: Helmut M. Braem & Elisabeth Kaiser
  • München: Kindler, 1964, Seiten: 242
  • Zürich: Diogenes, 1973, Seiten: 303

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Benjamin Compson, schwachsinniger Sohn von Jason III und Caroline Compson, wird 33 Jahre alt. Er beschreibt, was er von seinem Geburtstag wahrnimmt und erinnert sich an bedeutende Ereignisse in der Geschichte der Familie. Am Beispiel der Compsons aus Jefferson, Mississippi, erzählt Faulkner vom Niedergang des alten amerikanischen Südens.

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Letzte Kommentare:
11.12.2014 13:56:01
Wolfgang Goederle

Schall und Wahn, im Original 'The Sound and the Fury', beschreibt auf sehr eigene Art und Weise den langsamen Niedergang der Familie Compson.
Das ist an sich keine ungewöhnliche Geschichte: Ein alkoholkranker Vater, ein geistig behinderter Sohn, eine frühreife Tochter.
Den Rest kann man beinahe täglich in der 'Bild' nachlesen: Verwahrlosung, verfallendes Haus, ein Mädchen, das schliesslich mit dem kläglichen Rest des Familienvermögens durchbrennt.
Eine Geschichte die so alltäglich ist, dass sie keinen mehr berührt, geschweige denn interessiert.
Eine Chronik des Versagens.
Interessant wird die Handlung durch die ganz eigene Erzählweise von William Faulkner.
Es gibt keine Kapitel in diesem Sinn. Anstelle einer Kapitelüberschrift der Name eines Protagonisten. Die Handlung, von eben jenem erzählt. Gedanken, in losen Worten hingeschrieben.
Vieles steht zwischen den Zeilen, manches lässt sich erahnen, weniges gar nur erfühlen. Faulkner versteht es meisterlich seinen Leser miteinzubinden, ihn zu seinem Mitverschwörer zu machen.
Die Handlung konstruiert sich nicht über ein mühsam gebasteltes Gerüst erklärender Sätze, sondern sie entfliesst den Gedanken der Protagonisten.
Das verleiht dem Geschehen eine ungemeine Dichte. Und Redundanz. Das Buch ist wahrhaft eine unerschöpfliche Mine. Es bleibt unerobert, ungebeugt, egal wie oft man es liest. Und mit jedem weiteren Mal taucht man wieder mit etwas Neuem, nie Gelesenem, aus den Seiten heraus. Die Komplexität menschlichen Zusammenlebens, die unendlichen, sich wiederholenden Feinheiten im zwischenmenschlichen Umgang, und was sie auszulösen vermögen, Schall und Wahn vermag es darzulegen. Und es vermag zu bezeugen, welch ein meisterlicher Beobachter sein Erschaffer gewesen sein muss. Ein schriftstellerisches Genie. Die Informationsdichte, die er in jeden seiner beiläufigen, oftmals banalen, Sätze einwob, vermag der Leser kaum aufzunehmen.
Die düstere Stimmung die über der ganzen Szenerie liegt, kann man ihm da schon nachsehen.
Eine uneingeschränkte Empfehlung meinerseits.

19.02.2013 15:45:41
Patrick Schön

William Faulkner ist einer der großen Erzähler des 20. Jahrhunderts und "Schall und Wahn" ist sein Meisterwerk. Mit welcher Sicherheit und Perfektion er erzählt, sich immer seines Stils bewusst ist und selbst schwierige Ich-Erzähler wie Benji oder Quentin verständlich macht. In der Literaturwelt Amerikas steht Faulkners Gesamtwerk an einer sehr einsamen Spitze.