Geschichte machen

Erschienen: Januar 1997

Bibliographische Angaben

  • London: Hutchinson, 1996, Titel: 'Making history', Seiten: 389, Originalsprache
  • Zürich: Haffmanns, 1997, Seiten: 460, Übersetzt: Ulrich Blumenbach
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1999, Seiten: 460
  • Berlin: Aufbau, 2007, Seiten: 497

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Zwei Professoren quält der Wunsch, den Holocaust ungeschehen zu machen. dem Traum folgen Taten. Auf wunderbare Weise schaffen sie den Zeitsprung nach Braunau ins Jahr 1888: Als Folge einer Brunnenvergiftung bekommt Alois Hitler keinen Sohn und das deutsche Volk keinen Führer geschenkt. Bleibt der Menschheitsgeschichte ein finsteres Kapitel erspart?

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Letzte Kommentare:
27.03.2015 07:21:04
ThirdStar87

Michael Young studiert in Cambridge Geschichte und steht kurz davor seinen Doktor zu machen. Seine Dissertation behandelt Hitler: "Von Braunau nach Wien. Die Wurzeln der Macht." und er ist mächtig stolz auf sein Meisterwerk. Alles verläuft völlig normal - bis er durch einen Zufall den Physik-Professor Leo Zuckermann begegnet. Der ist erstaunt und verwirrt darüber, dass Michael ausgerechnet über dieses Thema schreibt - denn Zuckermann hat ein dunkles Geheimnis. Sein eigener Vater war einst aktiv am Holocaust beteiligt, führte in Auschwitz Experimente an den Häftlingen durch. So verfolgt er nur ein einziges Ziel - er will die millionenfache Ermordung der Juden verhindern, das Grauen ungeschehen machen. Michael hilft ihm dabei. Beide sorgen dafür, dass Hitler nie geboren wird, indem sie über ein Zeitfenster das Wasser in der Zisterne Braunaus so vergiften, dass es unfruchtbar macht.
Leider hat das Ganze einen Haken. Kaum ist nämlich das Wunder vollbracht, erwacht Michael in einer völlig anderen Welt. Er befindet er sich nicht mehr in Cambridge (England), sondern in Princeton (USA) und studiert nicht mehr Geschichte, sondern Philosophie. Alles hat sich verändert - auch Europa. Denn zwar hat es Hitler nie gegeben, aber die Nazis haben trotzdem existiert. Und: ein Anderer stieg zum Führer auf - mit folgenschweren Konsequenzen...

Stephen Fry schafft es in diesem Buch auf genialste Weise geschichtliche Fakten, Realität und Fiktion zu verknüpfen. Das Buch ist fesselnd und packend geschrieben, ist spannend und enthält auch viele humorvolle Züge, ohne jedoch übermäßig provoziernd zu wirken.
Fry erzählt zeitversetzt aus verschiedenen Perspektiven und verschieden Realitäten - das heißt im 1.Teil des Buches beruhen die geschichtlichen Rückblicke auf der Realität VOR (mit Hitler) und im 2.Teil auf der Realität NACH (ohne Hitler) der Zeitreise.

Er stellt die Frage "Was wäre gewesen, wenn...?" und schafft aus diesem Ansatz heraus ein Buch, dass dem auf dem Grund geht. Ginge es der Welt dann heute wirklich besser? Hätte es Völkermord und Antisemitismus auch ohne Hitler gegeben? War Hitler nur eine Führerfigur der NSDAP, die beliebig austauschbar gewesen wäre? Er wirft Fragen auf, die man sich ständig selbst stellen kann und nicht einmal völlig abwegig sind. Somit ist dieses Buch nicht nur allein zur Unterhaltung dar. Man wird auch zum Nachdenken angeregt.

FAZIT: "Geschichte machen" ist ein wirklich humorvoller, fesselnder, aber auch nachdenklicher Roman, der schlichtweg überzeugt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann es nur Jedem ans Herz legen.

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