Am Anfang war die Nacht Musik

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2010, Seiten: 6, Übersetzt: Ulrich Pleitgen, Bemerkung: gekürzt
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Ulrich Pleitgen

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Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaften zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen, und bald gibt es erste Heilerfolge.

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Letzte Kommentare:
01.02.2015 08:16:46
Bücherfüchsin

Franz Anton Mesmer gehört in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wohl bekanntesten Ärzten und Wissenschaftern in Wien. Er selbst im deutschen Inzing am Bodensee aufgewachsen und zum Medizinstudium nach Wien gekommen, hat das eifrige Bestreben, dass er mit der von ihm entwickelten "Magnettherapie" endlich den Durchbruch schafft und damit die Anerkennung der anderen Ärzte bekommt.
Marie Theresia Paradis ist seit dem 3. Lebensjahr blind und eine begnadete Pianistin. Ihre Eltern waren schon bei allen anerkannten ärztlichen Koryphäen, aber keiner konnte ihr das Augenlicht wiederbringen. Als Marie Theresias Vater Mesmer aufsucht und ihn bittet, seine Tochter zu behandeln, wittert der Arzt die Chance, dass er sich mit seiner Therapie, von der er überzeugt ist, der jungen Frau das Augenlicht wiederzugeben, nun endlich beweisen kann.

Die Autorin beginnt mit leichter und feiner Sprache zu erzählen und erst nach einigen Seiten wird dem Leser auffallen, dass irgendetwas an diesem Buch anders ist als er es gewöhnt ist. Es fehlen im ganzen Roman die direkten Reden.
Ich muss gestehen, dass mich dies zuerst sehr irritierte, da so der Erzählstil etwas trocken und nüchtern wirkt. Erst nach und nach zeigt sich, dass Alissa Walser mit dieser Art des Erzählens dem Leser eine ganz andere Perspektive verschafft, aus dessen Winkel man eine Geschichte sicher selten betrachten kann. Man ist als Leser zwar mitten im Geschehen, aber nicht direkt involviert, so dass man die Figuren und deren Handeln wesentlich objektiver beurteilen kann.

Walser zeigt immenses Einfühlungsvermögen und schafft es, dem Leser einen absolut glaubwürdigen und nachvollziehbaren Einblick in die Gedankenwelt zweier so unterschiedlicher Menschen wie Mesmer und Marie Theresia Paradis zu ermöglichen. Im Vordergrund steht nicht, dass dies ein historischer Roman mit all seinen geschichtlich politischen Ereignissen der damaligen Zeit ist, sondern die Hoffnung, der Ehrgeiz, die Sehnsüchte und auch die Enttäuschung und Verlustangst eines Menschen. Die Autorin zeichnet dies auf wunderbare nicht alltägliche Weise und auf hohem Niveau.
Ein außergewöhnlicher Roman mit einer ebensolchen Sprache und feinem, eleganten Erzählstil.