Demian

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Fischer, 1919, Seiten: 256, Originalsprache
  • Zürich: Fretz und Wasmuth, 1949, Seiten: 225, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1974, Seiten: 163, Originalsprache
  • Leipzig: Insel, 1977, Seiten: 153, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1985, Seiten: 213, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2000, Seiten: 154, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2002, Seiten: 154, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2003, Seiten: 199
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006, Seiten: 246, Originalsprache

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Früh schon geht dem 10-jährigen Lateinschüler Emil Sinclair die Ahnung davon auf, dass neben der heilen Welt des Elternhauses auch eine rauhe, kalte besteht. Er ist auf dem Weg zu sich selbst und lässt sich von den unglaubhaft gewordenen Normen, wie Religion und Moral und vom Elternhaus. Der Junge sucht die Berührung mit der ihm fremden Welt und gerät durch harmlose Prahlereien in die Abhängigkeit von Franz Kromer. Getrieben zu kleinen Lügen und Diebereien sieht er seine heile Kinderwelt zusammenbrechen. Gerettet aus diesen Qualen wird er durch einen Mitschüler namens Max Demian, der gerade in seine Schule eingetreten ist. Er ist ein selbstdenkender und freier Mensch, der ihn von Franz Kromer schon bald befreit. Von dieser Abh"ngigkeit gelöst, flüchtet Sinclair in seine Kinderwelt zurück und geht somit Demian aus dem Weg. Die Kindheit ist jedoch bald vorbei, und er steht in einer fremden Welt. In der neuen Schule ist er ein Sonderling, gilt als Zyniker und ist innerlich voll Trauer. Durch die Begegnung mit einem Mädchen findet er zu sich zurück. Als er versucht, sie ständig zu malen, bemerkt er, daá das Bild Max Demian gleicht. Voller Sehnsucht schickt er Demian eine von ihm gemalte Zeichnung. "Abraxas" lautet die Antwort, die ihm eines Tages in die Hände fällt. Ein junger Orgelspieler, Pistorius, weiht ihn näher in das Wissen um Abraxas ein. Die Achtung vor sich selbst zu bewahren sei diese Religion. Der Orgelspieler, der ihm seine Träume deutet, erz"hlt ihm von diesem mystischen Gott, der Menschliches und Tierisches, Gutes und Böses, Göttliches und Teuflisches in sich vereint. Doch bald lässt sich Sinclair von den Interessen seines Freundes Pistorius und versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Er trifft auf Demian, der ihn schon erwartet in dem Bewußtsein, dass sich Sinclair ihm nähern werde. In Frau Eva, Demians Mutter, erkennt er seine Traumgeliebte, die ihm einen neue Art des Lebens zeigt. Er verbringt ein paar schöne Monate, die jedoch mit dem Ausbruch des Krieges ihr Ende nehmen. Er wird weggerissen von Frau Eva und seinem besten Freund. Noch einmal sieht Sinclair Demian als Schwerverwundeten und empfängt von ihm den Kuss von Frau Eva, seiner Mutter.

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Letzte Kommentare:
30.07.2012 14:07:26
tedesca

Demian" habe ich, wie so gut wie alle anderen Romane von Hesse, vor ziemlich genau 30 Jahren das erste Mal gelesen und mir wohl damals vieles für mich selbst rausgeholt, das auch heute noch Gültigkeit hat. Leider sind etliche der alten Suhrkamp-Ausgaben über die Jahre verloren gegangen, aber diese habe ich noch, und ich stelle mit Erstaunen fest, dass ich mir, was sonst wirklich nie meine Art war, einige Textstellen im Buch markiert habe, die mich wohl nachhaltig beeindruckt haben (Siehe Zitate oben). Und die bis heute noch ihre Gültigkeit für mich haben, wie ich überrascht feststellen musste.

"Demian" ist die Geschichte eines jungen Menschen auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens, auf diesem Weg begegnet er immer wieder Max Demian, der ihn nachhaltig beeindruckt, indem er Emils christliche Werte stets infragestellt und ihm immer wieder nahebringt, dass das Ziel des Lebens nicht Anpassung und Konformität sein kann, sondern in der Selbstbestimmung und -verantwortung liegt.

Bestechend schön ist Hesses Sprache, das finde ich auch heute noch - zum Glück! Ich hatte große Angst davor, dieses Buch jetzt vielleicht nicht mehr als so wichtig zu empfinden, wie vor 30 Jahren, aber ich wurde nicht enttäuscht. Somit geht das Hesse-Revival weiter! :-)