Gruppenbild mit Dame

Erschienen: Januar 1971

Bibliographische Angaben

  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1971, Seiten: 400, Originalsprache
  • München: dtv, 1974, Seiten: 373, Originalsprache
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1976, Seiten: 400, Originalsprache
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1986, Seiten: 466, Originalsprache, Bemerkung: Mit Materialien und einem Interview des Autors über seinen Roman
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1994, Seiten: 403, Originalsprache
  • München: dtv, 1996, Seiten: 373, Originalsprache
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2007, Seiten: 487, Originalsprache
  • Berlin: Springer, 2011, Originalsprache

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Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922, lernt während des Krieges den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben, besorgt ihm einen deutschen Pass und muß erfahren, daß er in einem Lager der Amerikaner umkommt. Inzwischen ist sie achtundvierzig, und ihr gemeinsamer Sohn sitzt im Gefängnis, weil er auf seine Weise ein an der Mutter begangenes Unrecht korrigieren wollte.

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Letzte Kommentare:
02.04.2016 11:13:38
Werner Görne

Man kann es kurz machen: der schon vor vielen Jahren erschienene Böll-Roman eignet sich zum wieder- und wiederlesen. Im wahrsten Sinne nobelpreiswürdig. Der Erzählstil des "Verf." ist herrlich, wenn auch nicht immer ganz einfach zu lesen. Er erfordert vom Leser Konzentration. Zugleich ist in diesem Stil eine Verfremdung enthalten, die irgendwie fasziniert. Die Schilderung der "Dame" durch die "Gruppe der Menschen", die sie in ihrem Dasein umgeben haben, ist fein nuanciert und lässt ihr Bild entstehen. Köstlich zu lesen wie Böll Mittel der Satire einsetzt. Das trifft insbesondere zu bei der Darstellung des Klosterlebens wie auch der Figuren in der Kranzbinderei der "kriegswichtigen" Friedhofsgärtnerei. Das Liebesverhältnis zwischen der Protagonistin des Romans und dem sowjetischen Kriegsgefangenen inmitten der Umgebung des "gewöhnlichen Faschismus" ist sensibel und mitreißend geschildert.

Pikant, dass ausgerechnet "Bild" diesen Roman von Böll verlegt, der zu dessen Lebzeiten zum Lieblingsfeind des Boulevardblattes geworden war und den es in die Nähe des Terrorismus der Rote Armee Fraktion zu rücken versuchte. Seine konsequente antifaschistische und kriegsfeindliche Haltung war dem Blatt ein Gräuel.