Schweigeminute

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2008, Seiten: 3, Übersetzt: Konstantin Graudus
  • München: dtv, 2009, Seiten: 127, Originalsprache

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Stella Petersen war zweifellos eine der beliebtesten Lehrerinnen am Lessing-Gymnasium. Ihre Lebensfreude, ihre Intelligenz und Belesenheit verschafften ihr die Anerkennung und den natürlichen Respekt des Kollegiums wie den ihrer Schüler. Und gewiss führte die Liebe zu ihrem Schüler Christian, die über das ungleiche Paar am Ende der Sommerferien hereinbrach, zu jener Verwirrung der Gefühle deren Intensität und Kraft beide überwältigt. Siegfried Lenz hat eine großartige Novelle geschrieben über die Liebe eines Gymnasiasten zu seiner Englischlehrerin, eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, eine Geschichte, in der unbeschreibliches Glück neben tief empfundener Trauer steht.

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Letzte Kommentare:
28.04.2015 09:24:21
M. Cordes

Das Buch ist gerade in der Einfachheit der Handlung und der Leichtigkeit mit der diese beschrieben wird ideal, um den Alltag hinter sich zu lassen und für ein paar Stunden dahin zu träumen. Die Liebesgeschichte zwischen einem Schüler und seiner Lehrerin; eigentlich kein großer, anspruchsvoller Stoff und genau den macht Lenz auch nicht daraus, sondern erzählt auf wunderbar poetische Weise die Liebesgeschichte aus Sicht des Schülers (Ich-Erzähler). Die Gedanken der Lehrerin bleiben dem Leser dadurch größtenteils verschlossen, was einen zu Vermutungen anregt und auch gespannt auf den Fortgang der Geschichte macht.

Für mich eine erotischer Ausschnitt (nur genau ein Sommer) aus dem Leben zweier Menschen, der auf unnötige Sexualität bewußt verzichtet und so eine Sinnlichkeit aufbringt, die in dieser teilweise reizüberfluteten Zeit gut tut und einfach nur Schön ist!

07.10.2014 12:51:56
Anneliese Hirsch

Den Roman hat Siegfried Lenz aktuell geschrieben, aber er spielt in den 60er Jahren und er liest sich auch so, als wäre er in den 60er Jahren geschrieben worden, als lese man eine klassiche Novelle jener großen Autoren von damals: Hesse, Mann, Salinger ...

An und für sich nicht schlecht, es muss auch Retro-Literatur geben.

Doch eine Sache will mir nicht gefallen, mit der ich mich nicht anfreunden kann: Die Handlung erzählt die feine, subtile Liebesgeschichte zwischen der älteren Lehrerin Stella Petersen zu ihrem jungen Schüler Christian, ihrer Romanze an der Ostsee und schließlich von Stellas Unfall und ihrem Tod.
Die Novelle beginnt mit einer Schweigeminute zu Stellas Tod in der Aula der Schule, der Rest sind Rückblenden.

Für einen jungen Schüler, der die Novelle erzählt, wirkt mir der Erzählton zu erwachsen, zu ausgereift, zu "alt".

Siegfrid Lenz ist es meiner Meinung nach nicht gelungen, sich in die Gedankenwelt und Sprechweise eines Teenagers der 60er Jahre hineinzuversetzen. Es wirkt vielmehr wie die Erinnerung eines alten Mannes an seine Jugend - aber das ist inhaltlich nicht der Fall.

Salingers Fänger im Roggen ist hier deutlich besser.

14.10.2011 09:13:57
tedesca

Ich fand das Buch "nett" - mehr fällt mir dazu nicht ein. Es hat irgendwie die Stimmung an einem Ostseestrand vermittelt, wobei ich nie verstanden habe, in welchem Jahrzehnt die Geschichte spielt.

Oft musste ich an "Hell in Frauensee" von Vicki Baum denken (es geht darum um einen jungen Mann, der in einem Seebad arbeitet, die Grundstimmung ist ansatzweise ähnlich), das mir eigentlich viel besser gefallen hat, obwohl es ein Happy End hat. Reich-Ranicki & Co. würden mich für diesen Vergleich wahrscheinlich steinigen, denn Vicki Baum wird - zumindestens von der Generation meiner Mutter - ja gern als "Gesellschaftsschreiberin" abgetan, aber ich finde ihre Geschichte hat mehr Witz, und der hätte der "Schweigeminute" auch nicht schaden können, auch wenn das tragische Ende ja immer wie ein Damoklesschwert über der Geschichte schwebt.

Mir fehlte auch der Tiefgang in der Beschreibung des Erzählers. Irgendwie habe ich nicht mitbekommen, wie viel ihm diese Beziehung jetzt wirklich bedeutet, auch wenn er davon schreibt, mit der Frau auf dieser Insel leben zu wollen, das ist ein Teenagertraum, nicht mehr. Immerhin wird ja aus der Ich-Perspektive erzählt, da wäre also gut Platz für mehr Emotion gewesen, die für mich aber erst zum Schluss hin greifbarer wird.

Wie gesagt, eine nette Lektüre, aber kein Buch, das ich jetzt unbedingt weiterempfehlen würde.