Hermann Hesse

Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 als Sohn des pietistischen Missionars Johannes Hesse und dessen Frau Marie (geb. Gundert) in Calw geboren. Mit 14 Jahren trat er als Stipendiat in das evangelische Klosterseminar Maulbronn ein, aus dem er schon sieben Monate später floh, weil er nach eigenen Angaben »entweder Dichter oder gar nichts werden« wollte. Kurz nach dem Bestehen des Einjährigen-Examens (Mittlere Reife) verließ er 1893 das Cannstatter Gymnasium, absolvierte eine Lehre als Turmuhrenmechaniker und eine zweite als Buchhändler in Tübingen. In dieser Zeit entstanden erste literarische Arbeiten.

1898 erschien seine erste Lyriksammlung »Romantische Lieder«.

Bis zu seinem literarischen Durchbruch mit dem Entwicklungsroman »Peter Camenzind« 1904 arbeitete Hesse als Buchhändler und Antiquar in Basel. Im selben Jahr heiratete er die Basler Photographin Maria Bernoulli und lebt danach als freier Schriftsteller in Gaienhofen am Bodensee, in Bern und ab 1919 in Montagnola/Tessin.

Im Jahr 1911 bereiste Hesse mehrere Monate lang Ceylon, Singapur und Sumatra, die Wirkungsstätten seines in der Mission tätigen Vaters wie seines Großvaters.

Obwohl der erklärte Kriegsgegner Hesse, der seit 1923 die schweizerische Staatsbürgerschaft besaß, keine politischen Aufrufe unterzeichnete, ließ er keinen Zweifel an seiner Ablehnung des NS-Regimes. Er diente zahlreichen Künstlern, die aus Deutschland fliehen, als erste Anlaufstation.

Hesses Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 1946 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main und den Literaturnobelpreis sowie 1955 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Hermann Hesse, der sich auch als Maler hervortat, starb am 9. August 1962 in Montagnola, wo er die letzten zwanzig Jahre seines Lebens zurückgezogen gelebt hatte.

Romane und Erzählungen von Hermann Hesse:

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