Nachgefragt –
Interviews mit Autoren & Co.

»Das ist so ein haltloses Dazwischen, in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss .«

Bisher ist Catharina Jung als Romanautorin noch relativ unbekannt, doch als Drehbuchautorin war sie schon an vielen bekannten Produktionen wie beispielsweise »Neues vom Bülowbogen« oder »Die Pfefferkörner« beteiligt. Im August erschien ihr erster Roman, für welchen sie in einer früheren Fassung den Förderpreis für Literatur erhielt. In Auf Null erzählt sie die autobiographisch gefärbte Geschichte von Nina, die mit 20 Jahren an Leukämie erkrankt und nach ihrer Genesung große Probleme hat, sich wieder im "normalen“ Leben zurechtzufinden.

»Männer wollen immer wie Jungs sein, fürchte ich.«

Letztes Jahr war er mit Das Sandkorn für den deutschen Buchpreis nominiert, nun legt Christoph Poschenrieder mit Mauersegler ein Buch nach, welches sich eines überaus aktuellen Themas unserer alternden und wandelnden Gesellschaft annimmt. Im Gespräch mit der Belletristik-Couch gibt der Autor Einblicke in seine Gedanken über das Älterwerden und Spaß, Tod und Komik.

Ehefrauen, Freundinnen und Töchter von Drogenhändlern

Ehefrauen, Freundinnen und Töchter von Drogenhändlern: Jennifer Clement über die Arbeit an ihrem Buch, das Zuhören, die Kraft der Belletristik und Mexikos furchtbare Gegenwart, sowie seine Schönheit.

Zen-Buddhismus, schöpferische Arbeit und brutale Ausbildung

Christoph Peters spricht über Zen-Buddhismus, schöpferische Arbeit und brutale Ausbildung, aber auch über seinen Freund Jan Kollwitz und seine heimischen Teeschalen. Ein persönlicher Einblick und eine Bereicherung für Freunde seiner lockeren Erzählung über das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, die Probleme und Freuden, die dabei entstehen.

»Unterhosen wandern selten, Matratzen schon.«

Tim Krohn sprach mit Britta Höhne über die Kunst des Vergessens, darüber, eine Matratze zum Mittelpunkt eines Romanes zu machen, über einen Mann, der den Holocaust überlebt hat und sich selbst im Treibgut wieder erkennt und über die Vorteile von Zahnpulver. Außerdem erklärt der Schweizer Autor, was ihn derzeit beschäftigt: Sein einjähriges Kind und ein neues Buchprojekt.

»Im Roman endet jeder Satz im Kopf des Lesers«

Peter Zimmermann kommt vom Theater, dem allerdings hat er schon vor Jahren den Rücken gekehrt, weil, wie er sagt: »Die Wirklichkeit am Theater, in Wien jedenfalls, war dann doch eine andere.« Nicht das, was sich der Autor vorgestellt hat. Text, Musik, Bewegung wollte er zusammen fassen. Auf der Bühne. Jetzt schreibt Peter Zimmermann – und das ausgesprochen gut, kreativ und wortgewaltig, wie er mit seinem neuen Roman Stille unter Beweis stellt. Ein leises lautes Buch.

»Ich bin weit mehr als mein Buch.«

Saskia Hennig von Lange promoviert zur Zeit an der Universität Gießen im Bereich der spätmittelalterlichen Kunst, ihr Debüt »Alles, was draußen ist« wurde 2013 unter die besten zehn Bücher unabhängiger Verlage gewählt und wurde mit dem Wortspiele-Preis ausgezeichnet. Für die Belletristik-Couch hat sie sich ein wenig Zeit genommen und ein paar Fragen zu ihrer Person und ihrem Buch beantwortet.

»In meinem Herzen bin ich fünfzehn Jahre alt.«

Redakteurin Rita Dell´Agnese hatte die Gelegenheit dem sympathischen Schweizer Autor einige Fragen zu stellen zu seinem neuesten Werk Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer, zu früheren Werken und der privaten Person hinter dem Schriftsteller.

»Ich musste die Geschichte auch mir selbst erzählen.«

Der Schweizer Autor legt mit Gleis 4 eine feine Geschichte mit traurigem Anfang vor. Wir haben Franz Hohler bei seinem Urlaub in den Bündner Bergen gestört, um ihm ein paar Fragen zu stellen.

Über kunstvoll gestaltete Sprache und die Bissfreudigkeit eines Hundes

Mit Meister und Margarita sicherte sich Nitzberg eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013. Seine Arbeit gilt als »Jahrhundertübersetzung« und selbst Denis Scheck, von »Druckfrisch«, bekannt dafür Bücher in Mülltonnen ähnliche Kisten zu versenken, lobte Nitzberg als »großen und wichtigen Übersetzer«. Dem Übersetzer, der 1969 in Moskau geboren wurde und der heute in Wien lebt, ist mit der Neuübersetzung von Michail Bulgakows Das hündische Herz wieder eine wunderbare Arbeit gelungen.

»Ich bin mit diesen Geschichten groß geworden«

Gisa Klönne sprach mit Romy Fölck über ihren Familienroman, über Moral und Schuld eines Pfarrers im Dritten Reich, über moderne Traumaforschung und über die Erfahrungen der Autorin, Teil einer deutsch-deutschen Familie zu sein.

»Wir sind nicht in Kalkutta.«

Helmut Kuhn sieht sich in der Tradition von Alfred Döblin und seinem epochalen »Berlin Alexanderplatz«. Er sprach mit Andreas Kurth über Prekariat und Proletariat, Gehwegschäden, die einen verfolgen, und den Beruf des Begehers. Außerdem outet er sich als Herumtreiber und findet die Posse blödsinnig, die um die schwäbischen Zugewanderten veranstaltet wird.