Yaşar Kemal

Yaşar Kemal, geboren 1923 als Kemal Sadık Gökçeli, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller der Türkei. Seine Eltern kamen während des Ersten Weltkriegs als kurdische Zuwanderer in die Çukurova. Yaşar Kemal hatte eine schwierige Kindheit. Bei einem Unfall verlor er sein rechtes Auge und als Vier- oder Fünfjähriger musste er zusehen, wie sein Vater in einer  Moschee beim Gebet erstochen wurde. Bereits während seiner Schulzeit wanderte er von Dorf zu Dorf und sammelte dabei unter anderem die Klage- und Trauerlieder. Schon während er die Mittelschule besuchte verdiente er sich selbst seinen Lebensunterhalt in einer Baumwollfabrik. Später arbeitete er als Baumwollarbeiter und Aushilfslehrer. In Adana lernte er den türkischen Künstler Abidin Dino, der von der Regierung ins Exil geschickt worden war, kennen und freundete sich an. Mit 17 Jahren wurde er das erste Mal wegen eines Gedichtes inhaftiert. Yaşar Kemal wurde insgesamt dreimal inhaftiert.

Nach seinem Militärdienst kam er 1946 das erste Mal nach Istanbul und kehrte 1948 wieder in seine Heimat zurück. Nach der Verbüßung einer weiteren Haftstrafe ging er 1951 wieder nach Istanbul. Dort lernte er seine jüdischstämmige Frau Tilda (gestorben 2001) kennen, die ihn sehr unterstützte und unter anderem seine Werke ins Englische übersetzte. Zwischen 1951–1963 war er als Journalist  tätig. Zu diesem Zeitpunkt begann er auch den Namen Yaşar Kemal zu verwenden. Als Journalist reiste er durch das ganze Land und berichtete über die Lage der Arbeiter und der unterprivilegierten Menschen. 1962 trat Yaşar Kemal der Arbeiterpartei der Türkei (TİP) bei und übernahm dort wichtige Funktionen. Er wurde zum kritischen und aktiven Beobachter der Politik in der Türkei und setzte sich stets für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Menschen Anatoliens, einschließlich der Kurden, ein. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1952. Weitere Titel folgten. Für seine Arbeit wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen.

Romane von Yasar Kemal(in chronologischer Reihenfolge):

Die Ararat-Legende(????)
Auch die Vögel sind fort
Kuşlar da Gitti(1978)