Wer ist B. Traven? von Torsten Seifert

Buchvorstellungund Rezension

Wer ist B. Traven? von Torsten Seifert

.ISBN-10: 3-608-50347-1, ISBN-13: 978-3-608-50347-0.

Bibliographische Angaben

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Das meint Belletristik-Couch.de: Auf den Spuren eines revolutionären Schriftstellers75

Rezension von Sebastian Riemann

Hollywood verfilmt Der Schatz der Sierra Madre mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle. Ein ehrgeiziges, großes Projekt, bei dem Kosten und Aufwand nicht gescheut werden. Die gesamte Crew wird nach Mexiko geschickt, um an Originalschauplätzen zu drehen. Authentisch soll es wirken. Man will die Atmosphäre erschaffen, die auch im Buch zu spüren ist. Gut Zwanzig Jahre nachdem der Roman in aller Welt für Aufsehen gesorgt hat und der Autor B. Traven berühmt wurde, will der Film an den Erfolg anknüpfen.

Bei den Dreharbeiten ist ein Agent des Buchautors anwesend, um sicherzustellen, dass die Macher aus Hollywood den Stoff des Romans nicht veruntreuen. Mit wachen Augen schaut er dem Regisseur John Huston über die Schulter, mischt sich ein und greift auch zu Drohungen, wenn ihm die Darstellungen gar nicht gefallen wollen. Der Mann nennt sich Hal Croves und ist die einzige offizielle Verbindung zum Autor B. Traven. Manche sagen, er selbst sei der sagenumwobene Verfasser des Buches, der sich nicht in der Öffentlichkeit zeigt und nicht zu identifizieren ist.

An diesem Punkt beginnt die Arbeit des Journalisten Leon, dessen Boss vom Rätsel um den Schriftsteller Traven begeistert ist und ihn kurzerhand nach Mexiko schickt, damit er sich an die Fersen von Croves hängen und die Spur zu Traven verfolgen kann. Es wäre eine spektakuläre Geschichte, wenn man endlich wüsste, wer sich hinter dem Synonym B. Traven versteckt und Millionen Leser auf der ganzen Welt begeistert. Als Tarnung dient Leon der Vorwand, den Star des Films, Humphrey Bogart, zu interviewen und die Arbeiten am Film zu beobachten.

Zu Beginn ist Leon kaum interessiert an der Geschichte. Es ist nur der Auftrag seines Bosses. Er nimmt sich der Sache an, da es ihm aufgetragen wurde und er dafür bezahlt wird. Doch dann lernt er Maria kennen.

B. Traven ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller deutscher Sprache. Seine Romane erreichten Millionenauflagen und machten ihn zu einem literarischen Superstar seiner Zeit. Auch heute noch werden seine Bücher neu aufgelegt und verkauft. Eine besondere Rolle spielt nach wie vor das Rätsel um seine Identität. Es sind verschiedene Theorien in Umlauf, die seine Herkunft und seinen wahren Namen darlegen wollen.

Torsten Seifert geht in seinem teilweise fiktiven Roman den Spuren nach, die sich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte ergeben haben und in der Presse veröffentlicht wurden. Er lässt den Reporter Leon an das Filmset fahren, damit er dort Hal Croves begegnet, und schickt ihn später wieder nach Mexiko, um die zuerst verlorenen Fährten von Croves und Traven erneut aufzunehmen. Dabei werden ihm verschiedene Informationen zugetragen, er hört sich um, stellt Fragen und forscht in Archiven. Die Person B. Traven tritt währenddessen immer wieder aus dem Dunkel, verschwindet zumeist aber auch wieder darin. Denn die Spuren, die zur Identität des Schriftstellers führen sollen, erweisen sich oft als falsch und irreführend.

Angetrieben wird Leon nicht von der eigenen Neugierde. Sein persönliches Interesse an Traven ist nach wie vor gering. Es geht ihm um Maria, die geheimnisvolle Frau, die er während der Dreharbeiten zum Film in Mexiko kennengelernt hatte und die dann unter mysteriösen Umständen verschwunden war. Für sie will er Traven ausfindig machen und seine Vergangenheit aufdecken. Denn Maria scheint in Verbindung zum Schriftsteller zu stehen und an der Bewahrung des Rätsels um seine Person beteiligt zu sein.

Sebastian Riemann, Februar 2018

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