Siri Hustvedt

Geboren wurde Siri Hustvedt am 19. Februar 1955 in Northfield, Minnesota. Sie studierte Englische Literatur an der Columbia University in New York City und schrieb ihre Promotion über Charles Dickens. Heute lebt sie in Brooklyn, ist mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet und hat eine Tochter. Ihren ersten internationalen Erfolg erlangte sie mit Die unsichtbare Frau. Mit Was ich liebte gelang ihr auch der Durchbruch auf die internationalen Bestsellerlisten.

Sie wuchs zweisprachig auf, da ihre Mutter aus Norwegen kam und ihr Vater norwegische Wurzel hatte. Noch heute spricht sie fließend norwegisch und bezeichnet diese als ihre Muttersprache. Ihr Vater war Professor für norwegische Sprache und Literatur am St. Olaf College in Northfield. Hustvedt wuchs dort mit drei jüngeren Schwestern auf. Im Jahr 1967/68 verbrachte die Familie ein Forschungsjahr in Bergen, wo die vier Mädchen die Waldorfschule besuchten. Schon mit vierzehn Jahren wollte sie Schriftstellerin werden und schrieb bereits früh erste Gedichte. 1972 verbringt Hustvedt ein weiteres Jahr allein als Austauschschülerin in Norwegen. Sie kehrt in die Staaten zurück und macht ihren Bachelorabschluss in Geschichte am St. Olaf College 1977. Im darauf folgenden Jahr beginnt sie ihr Englischstudium an der Columbia in New York City mit einem Stipendium. Als Forschungsassistentin ihres Professor und des Poeten Kenneth Koch, schreibt sie weiterhin Gedichte. Ihr erstes Gedicht wird 1981 im The Paris Review veröffentlicht. Bereits 1983 erscheint ihr erster Gedichtband Reading to you, allerdings gibt es keine deutsche Übersetzung. Im Frühling 1986 erhält Hustvedt ihren Doktor in Englischer Literatur (Figures of Dust: Language and Identity in Charles Dickens).

Nach ihrer Promotion wendet sie sich der Fiktion zu und beginnt ihr erstes Werk Die unsichtbare Frau, das 1992 veröffentlicht und in siebzehn Sprachen übersetzt wird. Es folgen bis heute vier weitere Romane. Nicht hier nicht dort und Being a man sind Essay-Sammlungen. In Die zitternde Frau: Eine Geschichte meiner Nerven untersucht Hustvedt die Ursachen eines Zitterns in ihrem Körper. Hustvedt leidet seit ihrer Kindheit an Migräne mit Aura. Sie besucht Neurowissenschaftliche Kurse und versucht den Ursachen ihrer Krankheit auf den Grund zu gehen. Das Buch widmet sich den Bemühungen eine Antwort zu finden, sowohl aus den eigenen persönlichen Erfahrungen als Patientin als auch den Theorien und Diagnosen der Neurologie, Psychiatrie, Psychoanalyse, Medizingeschichte und Philosophie. Weitere autobiographische Texte sind in Being a man zu finden.

Romane von Siri Hustvedt(in chronologischer Reihenfolge):

Leben, Denken, Schauen(????)
Die gleißende Welt(????)
Die unsichtbare Frau
The blindfold(1992)
Die Verzauberung der Lily Dahl
The enchantment of Lily Dahl (1996)
Nicht hier, nicht dort
Yonder(1998)
Was ich liebte
What I loved(2003)
Being a man
A plea for Eros : Essays(2006)
Die Leiden eines Amerikaners
The sorrows of an American (2008)
Die zitternde Frau: eine Geschichte meiner Nerven
The shaking woman, or, A history of my nerves(2010)
Der Sommer ohne Männer
The summer without men (2011)