Sándor Márai

Sandor Marai wurde am 11. April 1900 in Kaschau (Kosice, heute Slowakei) als Sohn eines Juristen geboren. Als 1919 die Donaumonarchie zerfiel, übersiedelte er nach Deutschland und studierte in Berlin, Leipzig und Frankfurt am Main Journalistik. Ab 1920 begann er in der »Frankfurter Zeitung« zu publizieren, arbeitete später als Reisejournalist und Korrespondent in Paris, wo er sich in Literaten-Zirkeln bewegte. Während dieser Zeit erschien sein erster Roman »Der Schlächter«. 1928 kehrte er mit seiner Frau Ilona in sein Heimatland Ungarn zurück. In den dreißiger Jahren publizierte er regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften und schrieb zahlreiche Gesellschaftsromane. 1942 wurde er in die Ungarische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Während der deutschen Besetzung Ungarns 1944/45 versteckte sich Márai mit seiner jüdischen Frau auf dem Land. 1948 emigrierte die Familie: Márais Werke waren im kommunistischen Ungarn zwar nicht verboten worden, doch wurden sie von der Kritik vernichtend beurteilt. Erfolg blieb für ihn unerreichbar. Nach einigen Jahren in der Schweiz, Italien und Kanada wanderten die Marais 1957 nach San Diego, Kalifornien aus. Als 1986 seine Frau an Krebs starb, und sein Sohn kurz darauf ebenfalls starb, nahm sich Sándor Márai am 21. Februar 1989 das Leben. Die Renaissance seines Werks, das nicht nur Romane und Erzählungen, sondern auch Theaterstücke und Lyrik umfasst, in Ungarn und Deutschland erlebte er nicht mehr

Romane und Erzählungen von Sándor Márai: