Mahmud Doulatabadi

Mahmud Doulatabadi, geboren 1940 im Nordosten des Irans, ist ein Schriftsteller und Schauspieler. Er arbeitete zunächst in der Landwirtschaft und als Handwerker. Als Doulatabadi 13 Jahre alt war, ging er nach Teheran und schlug sich mit allen möglichen Arbeiten durchs Leben: Souffleur beim Theater, Billetkontrolleur im Kino, Anzeigensammler für die Tageszeitung Keyhan. Doulatabadi bestand schließlich die Schauspielprüfung und wurde in das Ensemble eines Theaters aufgenommen. Aus politischen Gründen war er zwei Jahre in Haft. Mahmud Doulatabadi gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa, der aus dem persischen Kulturkreis nicht mehr wegzudenken ist. »Kelidar«, ein Roman von über 3000 Seiten, hat sich im Iran bislang an die 100 000 Mal verkauft – ein einzigartiges Phänomen in der iranischen Verlagslandschaft. Doulatabadi lebt mit seiner Familie als freier Schriftsteller und Universitätsdozent für Literatur in Teheran.

Romane von Mahmud Doulatabadi(in chronologischer Reihenfolge):

  • (1979) Der leere Platz von Ssolutsch
  • (1984) Einer aus Gilan
  • (1992) Die Reise
  • (1997) Kelidar
  • (2005) Die alte Erde
  • (2010) Der Colonel
  • (2013) Nilufar