Belletristische Bücher aus Russland

Top 1 – 4

Weiße Nächte Rezension, Buchbesprechungvon Fjodor M. Dostojewski

Tipp der Redaktion
86° (6 Stimmen)
auf deutsch erschienen: 1890

"Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind." Ein einsamer Spaziergänger trifft auf eine verzweifelte junge Frau. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine zarte Liebe …Dostojewskis Novelle Weiße Nächte gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.[...]

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Erniedrigte und Beleidigte von Fjodor Dostojewskij

79° (6 Stimmen)
auf deutsch erschienen: 1910

Als Schauplatz für seinen zweiten Roman (1861) wählte Dostojewski Petersburg, eine Großstadt, die er nach der damaligen europäischen Mode und in Anlehnung an große Romanciers wie Balzac und Dickens als Brutstätte düsterer Geschichten und sinnlosen, unmoralischen Lebens darstellt. So verführt der willensschwache Aljoscha, Sohn des Fürsten Walkonski, ein Mädchen aus verarmtem Adelshaus und läßt sie auf Geheiß des Fürsten im Stich.[...]

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Der Schneesturm Rezension, Buchbesprechungvon Vladimir Sorokin

70° (7 Stimmen)
auf deutsch erschienen: 2012

Garin, ein Landarzt, will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, Garins Pferde sind erschöpft, also heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von fünfzig winzigen Pferden gezogen wird. Und damit beginnen die Merkwürdigkeiten erst: Auf seiner Reise durch das unablässige Schneetreiben begegnet das ungleiche Paar Zwergen und Riesen, es gibt ein Radio mit »lebendigen« Bildern, eine Paste, die Filz »wachsen« lässt, eine Wunderdroge und vieles mehr – eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologie-Gesellschaft.[...]

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Der Russe ist einer, der Birken liebt Rezension, Buchbesprechungvon Olga Grjasnowa

Tipp der Redaktion
65° (13 Stimmen)
auf deutsch erschienen: 2012

Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so "wie die Ballermann-Touristen Deutsch". Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mit perfekter Ausgewogenheit von Tragik und Komik und mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.[...]

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